In der 1. Klasse West-Mitte hat FCU Gerersdorf/E. am Sonntag beim FC Kapelln einen 2:1-Auswärtssieg geholt und damit den guten Start in Runde sechs bestätigt. Obmann Franz Haiderer sah zunächst eine offene Partie mit Möglichkeiten für die Gastgeber, danach aber immer mehr Kontrolle bei seiner Mannschaft. Vor allem die Ruhe nach der Pause und zwei schön herausgespielte Treffer waren für ihn der Grund, warum die drei Punkte verdient mitgenommen wurden.

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Haiderer begann seine Einordnung nicht mit dem Führungstor, sondern mit einer Warnung aus den ersten Minuten. "Kapelln hat am Anfang zwei, drei gute Chancen gehabt, die sie nicht verwerten konnten", sagte der Obmann. Gerade diese Phase zeigte, dass die Gäste früh aufmerksam sein mussten und nicht einfach in ein ruhiges Auswärtsspiel hineinkamen. Danach wurde die Partie laut Haiderer ausgeglichener, ohne dass sich eine Mannschaft klar absetzen konnte. Den Unterschied machte dann in der 33. Minute Ramazan Yildiz, der mit einem schönen Schuss das 1:0 für Gerersdorf erzielte. "Danach war das Spiel relativ ausgeglichen und wir haben vor der Pause das 1:0 machen können", fasste Haiderer die entscheidende Szene der ersten Hälfte zusammen. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sah Haiderer seine Mannschaft dann klarer im Vorteil. "Wir haben nach der Pause mehr oder minder das Spiel kontrolliert", sagte er, und diese Einschätzung passt zum zweiten Treffer in der 58. Minute. Alyas Hamkar erhöhte auf 2:0. Auch diesen Treffer hob Haiderer ausdrücklich hervor, weil aus seiner Sicht beide Tore gut herausgespielt waren. "Nach dem 2:0 war für uns relativ klar, dass wir die Partie gewinnen werden", sagte er. Ganz erledigt war die Sache aber nicht. Nach einigen Wechseln kam Kapelln in der 82. Minute durch Philipp Grassl noch auf 1:2 heran. Damit wurde die Schlussphase enger, als es aus Sicht der Gäste nach dem zweiten Treffer noch ausgesehen hatte.
Dass die drei Punkte am Ende aus Gerersdorfer Sicht verdient waren, erklärte Haiderer vor allem mit der größeren Routine seiner Mannschaft. "Wir waren im Vergleich zu Kapelln die routiniertere Mannschaft und haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert", sagte er. Zugleich verteilte er aber auch Respekt an den Gegner. Kapelln habe einige Ausfälle gehabt, dazu junge und neue Spieler, die erst eingebaut werden müssten. "Aber sie sind eine kämpferische Truppe, sie haben alles versucht", meinte Haiderer. Trotz des Erfolgs sieht er bei seinem Team weiter Arbeit. "Verbessern kann man sich immer, vorne in der Chancenverwertung und hinten in der Aufmerksamkeit." Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden: "Der Schiedsrichter hat das Spiel immer im Griff gehabt." Gerersdorf hält damit nach sechs Runden bei zwölf Punkten und bleibt im oberen Bereich der Tabelle. Das Schlusswort des Obmanns fiel deshalb kurz, aber deutlich aus: "Wir sind zufrieden, so kann es weitergehen."