In der 1. Klasse West-Mitte hat die Sportunion Hofstetten-Grünau gegen den FC Kapelln beim 2:2 aus Sicht der Gastgeber zu wenig mitgenommen. Michael Grossmann sprach nach dem Spiel von einer klar kontrollierten Partie, in der Hofstetten zu vielen Abschlüssen kam, sich dafür aber nicht ausreichend belohnte. Vor allem die Chancenverwertung und zwei schlecht verteidigte Standards waren für ihn der Grund, warum am Ende nur ein Punkt blieb.
Aus Sicht des sportlichen Leiters war der Spielverlauf eigentlich klar angelegt. „Hofstetten hat von Anfang an die Kontrolle über das Spiel gehabt, ist zu vielen Torschüssen gekommen, hat die Torschüsse aber nicht genutzt“, sagte Grossmann und brachte damit den Grundton des Abends auf den Punkt. Die Gastgeber hatten also mehr vom Spiel, waren das aktivere Team und gingen in der 30. Minute auch verdient in Führung, als Nikolas Vcelka das 1:0 erzielte. Dass es zur Pause trotzdem nur 1:1 stand, passte aus Hofstettner Sicht nicht zum Verlauf. Grossmann meinte dazu deutlich: „Hofstetten hätte mit den Torschüssen den Sieg verdient gehabt, hat es aber nicht geschafft.“
Besonders ärgerlich war für die Heimischen der Zeitpunkt des ersten Gegentreffers. In der 41. Minute kam Kapelln durch Philipp Grassl zum 1:1, wobei Grossmann die Szene davor durchaus kritisch sah. „Der Elfmeter hat vor der Pause noch zum Ausgleich geführt. Den kann man pfeifen, muss man aber nicht“, sagte er. Gleichzeitig wollte er die Verantwortung aber nicht nur beim Unparteiischen suchen, denn auch in der Defensive sah er Mängel: Die beiden Gegentore nach Standards seien „schlecht verteidigt“ worden. Umso besser startete Hofstetten dann in die zweite Hälfte. Gleich mit dem ersten Angriff nach Wiederbeginn brachte Luca Swatek die Gastgeber in der 46. Minute wieder mit 2:1 nach vorne. Doch genau in dieser Phase gelang es nicht, den Sack zuzumachen. Grossmann formulierte es so: „Wir haben dann verabsäumt, das dritte und vierte Tor zu machen.“ Damit blieb Kapelln im Spiel, obwohl die Partie längst in eine andere Richtung hätte kippen können.
Dass die Gäste am Ende trotzdem noch einmal zurückkamen, erklärte Grossmann nicht mit einer langen Druckphase des Gegners, sondern vielmehr mit der fehlenden Effizienz auf Hofstettner Seite. „Kapelln hat nicht viel vom Spiel gehabt, ist aber ab und zu mit Nadelstichen zu Torschüssen gekommen“, sagte er. Genau dieses Bild setzte sich fort, bis in der 67. Minute Jakob Hayden nach einem Corner zum 2:2 traf. Für Hofstetten war das besonders bitter, weil der Gegner aus vergleichsweise wenig viel machte, während die Heimischen ihre Gelegenheiten liegen ließen. Grossmann wurde auch in der Analyse nach dem Schlusspfiff noch einmal konkret: „An der mangelhaften Torauswertung ist es gescheitert. Wir sind drei-, viermal alleine aufs Tor gelaufen und haben den Ball nicht untergebracht.“ Damit war für ihn klar, warum aus einer kontrollierten Leistung kein voller Erfolg geworden war.
Ganz grundsätzlich nahm Grossmann aus dem Auftritt nicht nur Negatives mit. „Der Zweikampf und die Laufbereitschaft waren in Ordnung“, sagte er und stellte damit klar, dass Einsatz und Intensität gepasst haben. Gerade deshalb dürfte das 2:2 in Hofstetten besonders weh tun, weil die Basis für einen Heimsieg vorhanden war. Bei der Chancenverwertung setzte das Schlussfazit des sportlichen Leiters an: „Es hat einfach an der Chancenauswertung gefehlt. Das war zu wenig. Wir müssen da mehr Tore machen.“ Für Hofstetten bleibt damit ein Abend, an dem Leistung und Ergebnis nicht zusammenpassten. Der eine Punkt steht, das Gefühl eines verpassten Sieges aber ebenso.