In der 1. Klasse West-Mitte hat sich FCU Gerersdorf/E. am Sonntag in Runde acht gegen Sportunion Hofstetten-Grünau mit 2:1 durchgesetzt. Nach frühem Rückstand drehte die Heimelf eine laut Obmann Franz Haiderer über weite Strecken völlig offene Partie. "Wir waren die glücklichere Mannschaft", sagte er nach einem Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten, in dem Alyas Hamkar beide Tore für die Gastgeber erzielte.

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Der Nachmittag begann für Gerersdorf zunächst mit einem Dämpfer. In der 14. Minute brachte Fezulla Sali die Gäste per Freistoß mit 1:0 in Führung, und Haiderer machte auch gar keinen Versuch, daran etwas kleinzureden. "Das war ein schöner Freistoß, da ist nichts zu geben", sagte der Obmann nach dem Spiel. Viel wichtiger aus Sicht der Gastgeber war aber, dass sich seine Mannschaft davon nicht aus der Bahn werfen ließ. Haiderer sprach von einem "offenen Schlagabtausch" und von einer Partie, die nach dem frühen Rückstand trotzdem relativ ausgeglichen blieb. Gerersdorf fand also rasch wieder hinein und kam schon in der 20. Minute durch Alyas Hamkar zum 1:1. Haiderer beschrieb diese Szene als ein "bisschen Gestocher im Strafraum", das seine Mannschaft ausnützen konnte. Mit diesem Ausgleich war die Partie endgültig offen, und beim 1:1 blieb es auch bis zur Pause.
Was Haiderer über die zweiten 45 Minuten sagte, passte exakt zum Eindruck der ersten Hälfte: Es ging in derselben Tonart weiter. Gerersdorf hatte mehr als einmal die Möglichkeit nachzulegen, Hofstetten aber ebenso. Gerade deshalb fiel seine Einordnung so deutlich aus. "Das Spiel hätte genauso gut 5:5 ausgehen können", meinte Haiderer, weil auf beiden Seiten genügend Möglichkeiten vorhanden waren. Dass am Ende dennoch ein Sieger feststand, lag aus seiner Sicht weniger an einem klaren Übergewicht als an der Effizienz im entscheidenden Moment. In der 73. Minute war es erneut Hamkar, der für Gerersdorf zur Stelle war und das 2:1 erzielte. Haiderer sprach in diesem Zusammenhang von einer schönen Flanke und davon, dass Hamkar "goldrichtig" gestanden sei. Mit diesem zweiten Treffer war die Partie zwar noch lange nicht entschieden, für den Obmann aber letztlich entschieden: "Gott sei Dank war das Spiel damit für uns entschieden."
Dass Gerersdorf einen solchen Schlagabtausch diesmal auf seine Seite ziehen konnte, führte Haiderer vor allem auf das Auftreten seiner Mannschaft zurück. "Wir sind heute wieder als geschlossene Einheit aufgetreten", sagte er, und genau das war für ihn der wichtigste Punkt dieses Nachmittags. Zudem habe man personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen können, nur ein Spieler habe gefehlt. Auch das habe man laut Haiderer sofort gemerkt. Besonders das Mittelfeld hob er hervor, weil dort aus seiner Sicht ein wichtiger Taktgeber zurück war und der Mannschaft viel Stabilität gab. Gleichzeitig wollte er nach dem Spiel gar nicht lange nach Schwachstellen suchen. "Verbesserungsbedarf gibt es immer, das ist keine Frage. Aber ich möchte heute nach dem Spiel darüber nicht reden", sagte er. Der Fokus lag für ihn klar auf der kämpferischen Leistung und darauf, dass sein Team den Rückstand gegen einen unangenehmen Gegner noch in einen Sieg umgebogen hat.
Haiderer verteilte nach dem Abpfiff auch Anerkennung an den Gegner. Hofstetten sei "eine gut eingespielte Truppe" gewesen, dazu kämpferisch stark und mit einigen Führungsspielern besetzt. Auch den Gäste-Torhüter erwähnte er ausdrücklich positiv. Gerade deshalb stufte er den Heimsieg höher ein, denn ein Rückstand gegen so einen Gegner sei nicht leicht zu drehen. Seine zusammenfassende Bewertung fiel deshalb sehr nüchtern und gleichzeitig zufrieden aus: Einen großen Unterschied zwischen beiden Mannschaften habe es eigentlich nicht gegeben, sondern eher das nötige Glück auf Gerersdorfer Seite. Dazu kam laut Haiderer eine routinierte Spielleitung des Schiedsrichters, über die nicht diskutiert werden musste. In der Tabelle hält Gerersdorf nach acht Runden nun bei 15 Punkten und bleibt damit im vorderen Bereich, während aus diesem 2:1 vor allem eines hängen bleibt: Es war kein glatter Sieg, sondern ein hart erarbeiteter Erfolg in einem Spiel, das für die Zuschauer einiges zu bieten hatte.