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"Wir waren nach der Pause nicht mehr kompakt" – Alpenvorland gibt in Hofstetten ein 1:0 aus der Hand

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SPU Hofstetten-G.
USG Alpenvorland

In der 1. Klasse West-Mitte hat die Sportunion Hofstetten-Grünau am Samstag die USG Alpenvorland mit 4:2 geschlagen, obwohl die Gäste zur Pause noch 1:0 vorne lagen. Genau darin lag für Alpenvorland-Trainer Martin Stupphann der Kern dieser Partie. Seine Mannschaft fand nach kurzem Anlauf gut hinein, spielte eine starke erste Hälfte, verlor nach der Pause aber die Kompaktheit und gab das Spiel damit aus der Hand.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Vor der Pause lange alles im Griff

Aus Sicht der Gäste begann das Spiel nicht sofort nach Wunsch, aber Stupphann sah dennoch eine gute erste Halbzeit seiner Mannschaft. „Wir haben die ersten paar Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Dann waren wir in der ersten Hälfte eigentlich überlegen“, sagte der Trainer. In dieser Phase belohnte sich Alpenvorland in der 33. Minute durch Jakub Stefancin mit dem 1:0. Für Stupphann war das ein Treffer, der gut zum Auftritt seiner Elf passte. Noch mehr ärgerte ihn, dass es bis zur Pause bei diesem einen Tor blieb. „Wir haben versäumt, dass wir das 2:0 oder sogar das 3:0 machen“, meinte er und verwies auch auf mehrere gute Möglichkeiten sowie einige Eckbälle, aus denen nichts Zählbares wurde. Dass Hofstetten zur Pause nur 0:1 zurücklag, ärgerte ihn daher bereits.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn kippen das Spiel

Der eigentliche Knackpunkt folgte dann direkt nach dem Seitenwechsel. Stupphann machte keinen großen Bogen um diese Phase, sondern benannte sie klar: „Wir sind aus der Pause herausgegangen und haben die ersten zehn Minuten nicht mehr so kompakt und nicht mehr so körperbetont gespielt wie in der ersten Hälfte.“ Genau in diese Minuten fielen auch die Treffer, die das Spiel drehten. Julian Paukowitsch glich in der 47. Minute zum 1:1 aus, nur drei Minuten später stellte Luca Swatek auf 2:1 für Hofstetten. Für den Trainer war das kein Zufall, sondern die Folge davon, dass seine Mannschaft zu weit weg von den Gegenspielern stand. „Die zwei Tore wären sicher leichter zu verteidigen gewesen“, sagte Stupphann. Damit war die bis dahin gute Ausgangslage mit einem Mal weg.

Hofstetten nutzt die offene Partie besser

Was Alpenvorland vor der Pause noch stark gemacht hatte, war damit praktisch verschwunden. Stupphann sprach davon, dass sein Team dem Gegner nach Wiederbeginn zu viel Raum gelassen habe und in den Zweikämpfen nicht mehr dieselbe Präsenz zeigte. Dazu kam aus seiner Sicht, dass auf dem großen Platz wichtige Leute fehlten. „Alexander Schnetzinger hat uns gefehlt. Und Hofstetten hat in der zweiten Hälfte zwei sehr gute Spieler gebracht“, erklärte er. Die Gastgeber nutzten diese veränderte Lage besser und zogen in der 74. Minute durch Michael Grossmann auf 3:1 davon. Zwar brachte Matheo Daxböck Alpenvorland in der 85. Minute noch einmal auf 2:3 heran, doch die Hoffnung hielt nur kurz. Schon zwei Minuten später traf Swatek erneut zum 4:2. „Beim 4:2 sind wir nicht gut gestanden“, sagte Stupphann über den letzten Treffer.

Klare Einordnung und ein Ansatz für die nächsten Wochen

Unter dem Strich fiel das Urteil des Trainers deshalb trotz der starken ersten Hälfte recht nüchtern aus. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn keine, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war sehr gut.“ Den Ausschlag gab für Stupphann ausschließlich das eigene Verhalten nach der Pause. „In der ersten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft. Aber nach dem, was wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, geht der Sieg für Hofstetten in Ordnung“, sagte er offen. Für Alpenvorland bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Partie lange in die richtige Richtung gelaufen war. Aufbauen kann die Mannschaft auf die Phase bis zur Pause, in der sie kompakt stand, wenig zuließ und sich Chancen auf mehr als nur das 1:0 erarbeitete.

1. Klasse West-Mitte: Hofstetten : USG Alpenvorland - 4:2 (0:1)

  • 87
    Luca Swatek 4:2
  • 85
    Matheo Daxböck 3:2
  • 74
    Michael Grossmann 3:1
  • 50
    Luca Swatek 2:1
  • 47
    Julian Paukowitsch 1:1
  • 33
    Jakub Stefancin 0:1