Spielberichte

Stankevicius (SCU Euratsfeld): „Schlechtes Spiel von uns“ – 0:1 bei ÖTSU Steinakirchen

ÖTSU Steinakirchen
SCU Euratsfeld

Ein ernüchterter Tonfall nach einem intensiven Duell: Vitalis Stankevicius, Coach des SCU Euratsfeld, sprach nach dem Auswärtsspiel bei ÖTSU Steinakirchen offen über das Erlebte. Seine Bilanz fiel hart aus: „Ja, von unserer Seite war das ein schlechtes Spiel.“ Der Fokus seiner Analyse lag klar auf Standardsituationen und Physis – zwei Bereiche, in denen er klare Nachteile für seine Mannschaft sah. In der 1. Klasse West traf Euratsfeld auf einen kompakten Gegner; der entscheidende Treffer fiel nach der Pause. Offensiv blieb Euratsfeld unter den eigenen Ansprüchen, defensiv häuften sich brenzlige Situationen. Der 0:0‑Halbzeitstand bildete den Rahmen für eine Partie, die aus seiner Sicht vor allem von Robustheit und Ruhe- bzw. Standardsituationen geprägt war.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

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Standards als ständige Gefahr

Stankevicius hob deutlich hervor, dass Steinakirchen über ruhende Bälle zur größeren Gefahr wurde: „Durch Standardsituationen war Steinakirchen gefährlicher.“ Besonders die Häufigkeit dieser Momente machte seiner Defensive zu schaffen. Unmissverständlich formulierte er den Knackpunkt: „Wenn du bei Standards defensiv wackelst und 15 gegen dich bekommst, ist das natürlich schwer zu verteidigen.“ Zu viele Standards gegen sich, zu wenig Entlastung – und damit permanenter Druck auf die eigene Abwehr. Gerade in solchen Phasen können kleine Unsauberkeiten große Wirkung entfalten.

Körperbetont, strittig, entscheidend

Die Tonalität des Spiels beschrieb der Trainer klar: „Nein, nein, nein. Nur hart geführt.“ In diese körperliche Gangart fügte sich auch eine aus seiner Sicht spielentscheidende Szene ein. Stankevicius monierte die Entstehung des Gegentors und die vorangegangene Bewertung: „Das Gegentor war aus unserer Sicht falsch bewertet. Es hätte Abstoß geben müssen, nicht Eckball.“ Das 0:1 fiel in der 75. Minute – Torschütze war Jonas Gruber. Während das Resultat feststand, blieb bei Euratsfeld vor allem das Gefühl zurück, in einem umkämpften Spiel einen Standard gegen sich hinnehmen zu müssen, der so nicht hätte zustande kommen sollen.

Keine Systemänderung – und ein klarer Auftrag

Taktisch blieb Euratsfeld auch über die Pause hinweg konsequent: „Nein, wir sind unserem System treu geblieben.“ In der Gesamtschau ordnete Stankevicius das Verhältnis von Ballbesitz und Spielablauf entsprechend ein. Für den Blick nach vorne gab er seiner Mannschaft einen unmissverständlichen Auftrag mit: „Wir müssen jetzt konkret an der Offensive arbeiten.“ Mehr Worte wollte er nicht verlieren: „Nein, gibt’s nichts.“ Damit ist die Marschroute klar: Standardverteidigung stabilisieren, die Präsenz im letzten Drittel erhöhen – und aus einem körperlich geprägten, engen Spiel die richtigen Schlüsse ziehen, um in der 1. Klasse West wieder gefährlicher zu werden.

1. Klasse West: Steinakir. : Euratsfeld - 1:0 (0:0)

  • 75
    Jonas Gruber 1:0