Im Derby der 1. Klasse West gegen den ASK SAR Hausmening ordnete Reinhard Mayr, Trainer der Sportunion Leitner Allhartsberg, die Lage nüchtern ein: intensiv, fair, mit wenigen Karten – und geprägt von der Überzeugung, dass das erste Tor den Ausschlag geben würde. Vor heimischem Publikum sah er eine Mannschaft, die seine Vorgaben umsetzte, den Gegner weit vom Tor fernhielt und nach einem verwandelten Elfmeter (Torschütze: Armin Hilbinger) mit 1:0 in Führung ging. Weil die Vorentscheidung zum 2:0 ausblieb, blieb es bis zuletzt spannend. Hausmening suchte auf dem nassen Rasen vermehrt den hohen Ball – ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor bei Regen. Nach dem Schlusspfiff überwogen Erleichterung, Stolz über den Derbysieg und der klare Blick nach vorne auf die nächste Aufgabe.

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Mayr hob die Mischung aus Intensität und Fairness hervor: „Es war ein umkämpftes, hartes Derby, aber sehr fair geführt. Es gab nur wenige Karten. Im Laufe des Spiels war klar: Wer das erste Tor erzielt, wird die Partie wahrscheinlich auch gewinnen – und so war es.“ Der Trainer betonte die Unwägbarkeiten nach winterlichen Kaderveränderungen und dass sein Team von Beginn an die nötige Präsenz zeigte. Der nasse Untergrund und einsetzender Regen prägten die Schlussphase zusätzlich, als der ASK SAR Hausmening vermehrt auf lange, hohe Bälle setzte.
Die Partie kippte über zwei Szenen: Zunächst vereitelte Allhartsberg in der 1. Halbzeit eine große Möglichkeit der Gäste – „eine Schlüsselszene“, so Mayr. Einen gegebenen Strafstoß verwandelte in der 61. Minute Armin Hilbinger zum 1:0. „Am Stand von 1:0 hatten wir eine absolute Topchance auf das 2:0. Wenn wir das machen, ist die Partie entschieden und natürlich ruhiger.“ Da diese Möglichkeit liegen blieb, blieb es bis zum Abpfiff eng, zumal die Gäste auf dem rutschigen Geläuf mit hohen Bällen Druck entfachten.
Mayr zeigte sich mit seinem Plan zufrieden: „Was wir uns vorgenommen haben – von Beginn an gleich ins Spiel zu kommen, intensiv zu agieren und den Gegner so gut wie möglich vom Tor fernzuhalten –, haben die Jungs super umgesetzt.“ Einen „Mann des Spiels“ wollte er nicht benennen: „Ich würde jetzt keinen herausheben.“ Stattdessen gab es Lob für das Kollektiv, das „von der ersten bis zur letzten Minute“ investierte. „Alle die heute am Feld waren, haben die Sache richtig gut gemacht.“ Zum Gegner fand Mayr anerkennende Worte: Hausmening präsentierte sich spielstark, mit starken Einzelspielern und hoher Dynamik – ein Team, dem er im Frühjahr viele Punkte zutraut. Der Abschluss nach dem erkämpften Derbyerfolg fällt pragmatisch aus: „Jetzt konzentrieren wir uns auf die nächste Aufgabe.“