Im Heimduell gegen den FCU SOP Winklarn in der 1. Klasse West blickt Daniel Grubhofer, Trainer des ASK Metran Kematen, auf eine Partie voller Intensität und Fairness zurück. Seine Mannschaft musste nach einer roten Karte in der 40. Minute für Elias Leichtfried lange in Unterzahl agieren, den Matchplan anpassen und verteidigte leidenschaftlich gegen zahlreiche Flanken. Winklarn drückte, kam aber nur selten zu klaren Abschlüssen. Die Schlussphase mit sieben Minuten Nachspielzeit wurde zum Nervenstück – am Ende überwogen Erleichterung, Stolz und das Gefühl, als Heimmannschaft wichtige Moralpunkte gesammelt zu haben.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Zum Charakter der Begegnung sagt er: „Ich würde sagen, von allem etwas. Es war ein sehr fair geführtes Spiel, aber mit einer gewissen Härte. Beide Mannschaften versuchten am Anfang zu spielen, mit Fortdauer wurde es kampfbetonter – aber weiterhin fair.“ Die Kräfteverhältnisse verschoben sich nach dem Platzverweis deutlich: „Nach der roten Karte in der 40. Minute für Elias Leichtfried hatte natürlich Winklarn mehr vom Spiel, konnte jedoch keine zwingenden Chancen herausspielen und agierte sehr viel mit Flanken, die wir sehr gut verteidigt haben – so konnten wir das Gegentor verhindern.“ Zur Bewertung der Entscheidung gibt es eine klare Einordnung: „Die rote Karte war völlig gerechtfertigt (für Elias Leichtfried). Darüber können wir uns nicht beschweren. Auch andere Situationen waren sehr ausgeglichen – keine Mannschaft wurde bevorzugt oder benachteiligt. Insgesamt war es ein faires Spiel mit normalen Zweikämpfen.“
Die Offensivakzente beschreibt Grubhofer nüchtern: „Auf beiden Seiten wurden nicht sehr viele große Chancen herausgespielt. Zu Beginn hatte Winklarn etwas mehr Zugriff auf das Spiel, aber auch wir wurden durch Eckbälle sehr gefährlich. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwei gute Konter, und Winklarn kam zu einer großen Kopfballchance. Das war’s.“ Besonders gefordert war seine Defensive in der Luft: „Winklarn hat viele kopfballstarke Spieler – das ist nicht einfach. Wir haben aber sehr gut verteidigt. Auch wir hatten sehr gute Eckbälle und wurden dadurch immer wieder gefährlich.“ Den entscheidenden Punch setzte Kematen spät – Lukas Fehringer traf in der 85. Minute zum 2:1.
Wie intensiv die letzten Minuten waren, fasst Grubhofer so zusammen: „Nach der roten Karte in der 40. Minute für Elias Leichtfried waren wir 60 Minuten in Unterzahl. Unser kompletter Matchplan wurde verändert, und in der zweiten Halbzeit wollte Winklarn unbedingt das 2:1 machen. Nach unserem Tor zum 2:1 durch Lukas Fehringer warfen sie noch einmal alles nach vorne. Die sieben Minuten Nachspielzeit waren sehr spannend, aber wir haben die drei Punkte in Kematen behalten.“ Zum Rahmen meint er: „Die Platzverhältnisse sind zu dieser Jahreszeit nicht die besten, aber das ist auf jedem Platz so – darauf kann man sich nicht ausreden. Ich glaube, den Zuschauern wurde ein gutes, rassiges Spiel geboten, das nicht langweilig war. Und natürlich waren alle in Kematen sehr froh, als wir das 2:1 gemacht haben – das tut uns als Heimmannschaft gut.“