Ein Derby, das unter die Haut ging und in der Schlussphase die Nerven strapazierte: Vitalis Stankevicius, Trainer des SCU Euratsfeld, sprach nach dem Aufeinandertreffen mit dem USV Intersport Winninger Ferschnitz von einem „spannenden Derby mit allen Möglichkeiten“. Vor der Pause verzeichnete sein Team einen Lattentreffer und eine Großchance, nach Wiederbeginn sah er „vielleicht mehr Ballkontrolle in der zweiten Halbzeit“. In der 1. Klasse West stand es zur Halbzeit 0:0, am Ende 2:1 für den SCU Euratsfeld – im Fokus blieben Intensität, Anpassungen und Effizienz.

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Der Trainer ordnete das Chancenbild klar pro Euratsfeld ein: „Wir hatten die besseren Chancen. In der ersten Halbzeit trafen wir die Latte und hatten eine hundertprozentige Chance, in der zweiten Halbzeit eigentlich noch mehr Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen.“ Auf dem Platz drehte sich die Partie nach dem 0:1 durch Jaroslav Vavak in der 50. Minute: Florian Meznik glich in der 58. Minute zum 1:1 aus, ehe Peter Sladek in der 69. Minute das 2:1 markierte.
Früh musste Euratsfeld personell reagieren. Stankevicius schilderte: „Aufgrund einer Verletzung und eines Doppelwechsels in der ersten Halbzeit mussten wir das System ändern, aber unterm Strich hat alles gepasst.“ Dass das Duell physisch und emotional aufgeladen war, beschreibt er so: „Ich glaube, das war ein richtiges Derby mit vielen intensiven Duellen.“ Die Intensität kulminierte in einer roten Karte für Jaroslav Vavak in der 72. Minute.
Ein wiederkehrendes Ärgernis benannte Stankevicius offen: „Leider haben wir im zweiten Spiel in Folge ein Gegentor nach einer Standardsituation bekommen.“ Gleichzeitig blickt er pragmatisch nach vorne: „In unserer Situation zählt jeder Punkt, und jedes Mittel ist recht. Wir nehmen das, was wir aufgebaut haben, mit nach vorne.“