Alles im Griff und dennoch selbstkritisch: Cosmin Calin, Coach des ASK SAR Hausmening, ordnete die Heimpartie gegen Union Haag in der 1. Klasse West als über weite Strecken kontrolliert ein. Sein Team startete druckvoll, erspielte sich über 90 Minuten zahlreiche Möglichkeiten und legte früh den Grundstein. Trotz des 2:0 stellte er die eigene Messlatte hoch: Vieles sei „richtig staubig“ und zielstrebig aus der Tiefe gekommen, die Chancenverwertung ließ für seinen Geschmack aber Luft nach oben. Die Atmosphäre lobte er, sprach von großartigen Platzverhältnissen – nur die Kulisse hätte größer sein dürfen. Der Blick richtet sich bereits auf die kommende Aufgabe, die Calin als besonders intensiv erwartet.

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Calins Eindruck war eindeutig: Sein Team bestimmte das Geschehen – von der 1. Minute an mit einer Großchance und konstantem Druck. „Haag hat sehr wenige Chancen gehabt, meist nur über Konter in der 1. Halbzeit“, hielt er fest, während Hausmening „sehr, sehr viele Chancen“ herausspielte. Zur Torfolge passt das Bild: Der frühe Führungstreffer zum 1:0 in der 15. Minute durch Lukas Deinhofer gab Sicherheit, ehe in Minute 58 das 2:0 durch Rene Kriska fiel. Am grundsätzlichen Stil änderte der Vorsprung laut Calin nichts: „Wir haben über 90 Minuten ziemlich gleich gespielt. Auch nach dem Tor in der 15. Minute haben wir weiter gut kombiniert.“
Bei ruhenden Bällen sah der Trainer Verbesserungspotenzial: „Wir hatten ein paar Eckbälle, die wir ziemlich schlecht ausgespielt haben. Da erwarte ich ein bisschen mehr – wir sind technisch gut, aber die Hereingaben in den Sechzehner waren nicht sauber.“ Defensiv ließ Hausmening wenig zu; richtig brenzlig wurde es kurz vor Schluss, als Haag einen gefährlichen Freistoß von rechts per Kopf knapp drübersetzte. Zudem zählte ein weiterer Hausmeninger Treffer wegen Abseits nicht – ob korrekt, konnte Calin aus der Distanz nicht beurteilen.
Ein großes Lob verteilte Calin für den Rahmen: „Die Platzverhältnisse waren unglaublich. Wir haben, wenn ich ehrlich bin, mit Abstand den schönsten und besten Platz in unserer Liga – vielleicht nicht nur in unserer Liga, sondern in der Umgebung.“ Was ihn störte: „Ein bisschen zu wenige Zuschauer aus meiner Sicht. Wir versuchen, schön zu spielen und Zuschauer ins Stadion zu bringen – mehr können wir nicht machen.“ Sportlich schaltete er sofort in den Vorbereitungsmodus: „Nächste Woche wird es ein komplett anderes Spiel gegen einen Meisterkandidaten. Ich erwarte eine sehr, sehr intensive Partie. Wir werden die Woche richtig gut arbeiten, damit wir bestens vorbereitet sind.“