Spielberichte

SU Weise Raika Aschbach – Frane Zefi: „Wir waren bissiger, aggressiver und wollten mehr“ beim 2:1-Derbysieg

Sportunion Allhartsberg
SU Aschbach

Ein Derby, das bis in die Nachspielzeit nervenaufreibend blieb: Zwischen der Sportunion Leitner Allhartsberg und der SU Weise Raika Aschbach entwickelte sich in der 1. Klasse West ein intensives Duell mit hohem Tempo und fair geführten Zweikämpfen. Am Ende setzten sich die Gäste mit 2:1 durch. Trainer Frane Zefi hob die Mentalität seines Teams hervor: „Wir waren bissiger, aggressiver und wollten mehr.“ Seine Mannschaft überzeugte über Laufarbeit, Kompaktheit und Willen – und blieb „bis zur 97. Minute“ voll fokussiert.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Ein Derby mit Tempo und Kante

„Es war ein Derby auf sehr gutem Niveau – ein Mix aus stabilem Defensiv- und offensivem Bewusstsein“, ordnete Zefi die Partie ein. Von Beginn an prägten enge Räume und viele, dabei faire, Zweikämpfe das Geschehen. Allhartsberg überraschte mit zahlreichen hohen Bällen, Aschbach stellte sich konsequent auf zweite Bälle ein und bekam das gut in den Griff. Der Ballbesitz blieb über die Distanz nahezu ausgeglichen, zu Beginn mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Entscheidend war für Zefi das Auftreten seiner Elf: läuferisch stärker, bissiger im Anlaufen und robust in den Duellen – mit dem klaren Gefühl, „dass meine Mannschaft heute nicht leer nach Hause kommt“.

Momente, die das Spiel prägten

Frühe Offensivakzente der Gäste setzten den Ton, und Florin Anitoiu traf in der 11. Minute zur 1:0-Führung. Kurz vor der Pause schlug Allhartsberg zurück: Armin Hilbinger glich in der 40. Minute zum 1:1 aus. Nach Wiederbeginn markierte Eduard Zele in der 61. Minute das 2:1 für Aschbach – der Treffer des Tages. Zefi schilderte zudem eine Szene über links, in der Anitoiu nach starkem Antritt erst die Latte und dann den Pfosten traf – binnen Sekunden doppelt brandgefährlich. Eine weitere Großchance vereitelte der Allhartsberger Torhüter stark. In der Schlussphase boten sich Aschbach mehrere aussichtsreiche Drei-gegen-zwei-Konter, doch der letzte Pass kam nicht sauber an. Deshalb blieb es bis tief in die Nachspielzeit spannend: „Da musst du immer zittern bis zur 97. Minute.“

Balance, Standards und ein sicherer Leiter

Im Ballbesitz sah Zefi insgesamt keine klare Schieflage: Mit zunehmender Dauer entwickelte sich eine ausgeglichene Verteilung, während Aschbach physisch, im Anlaufen und im Gegenpressing Akzente setzte. Heikel blieb es bei ruhenden Bällen – das 1:1 fiel nach einer Standardsituation, bei der aus Aschbacher Sicht unglücklich verteidigt wurde. Gleichwohl stand die Zefi-Elf bei Ecken und Freistößen meist stabil. Lob gab es auch für den Unparteiischen: Zefi attestierte ihm Ruhe, eine klare Linie und Kontrolle – selbst bei hohem Tempo. Für die kommenden Wochen will Aschbach die gezeigte Intensität beibehalten und an der Effizienz arbeiten: Chancen besser ausspielen, im letzten Drittel konsequenter werden – dann sollen die nächsten Punkte folgen.

1. Klasse West: Sportunion Allhartsberg : Aschbach - 1:2 (1:1)

  • 61
    Eduard Zele 1:2
  • 40
    Armin Hilbinger 1:1
  • 11
    Florin Anitoiu 0:1