In der 18. Runde der 1. Klasse West feierte der ASK Metran Kematen gegen den USV Intersport Winninger Ferschnitz einen klaren 7:3-Heimsieg. Trainer Daniel Grubhofer sprach von einem verdienten Erfolg nach frühem Rückstand. "Wir waren von Anfang an bissiger", sagte er und lobte die Ruhe seiner Mannschaft nach dem 0:1. Jan Sipka traf viermal, Lukas Schattleitner schnürte einen Doppelpack, Daniel Drescher legte nach – ein Nachmittag, an dem Kematen viel vom Spiel hatte und sich für den Aufwand ausgiebig belohnte.

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Kematen kam mit Schwung in die Partie und hätte laut Trainer Daniel Grubhofer schon früh in Führung gehen können. "Wir waren ab der ersten Minute das klar bessere Team, hatten gleich gute Chancen, konnten sie aber nicht nutzen. Dann bekommen wir ein blödes Gegentor. Wir haben trotzdem nicht aufgehört zu spielen, unseren Plan weiter durchgezogen und am Ende in dieser Höhe völlig verdient gewonnen." Das 0:1 fiel in Minute 17 durch Kilian Bachler, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Jan Sipka glich schon in der 19. Minute aus. Nur drei Minuten später drehte Lukas Schattleitner zum 2:1. Grubhofer hob genau diesen Treffer hervor: "Das 2:1 war super herausgespielt. Wir kamen über die rechte Seite, wo Lukas Fehringer den Ball zur Mitte brachte und Lukas Schattleitner mit einem Volley das 2:1 machte." Kematen blieb am Drücker: Schattleitner legte in der 29. Minute zum 3:1 nach, Sipka erhöhte in Minute 32 auf 4:1 und traf in der 37. Minute erneut zum 5:1. Ferschnitz meldete sich kurz vor der Pause durch Lukas Kromoser zum 5:2, doch noch vor dem Halbzeitpfiff stellte Daniel Drescher in der 44. Minute auf 6:2 – ein klares Zeichen, wer an diesem Tag das aktivere Team war.
Der Schlüssel lag für Grubhofer im Zusammenspiel von Spielidee und Mentalität. "Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie nach dem 0:1 genauso ruhig weitergespielt hat und ihre Stärken ausgespielt hat." Kematen ließ den Ball laufen, suchte Lösungen flach und geduldig. "Wir haben heute Fußball gespielt und den Ball laufen lassen, wollten das Spiel schön aufziehen, ohne viele weite Bälle", betonte der Coach. Dass es dennoch drei Gegentreffer wurden, ordnete er offen ein: "Gleichzeitig dürfen wir das erste und zweite Tor nicht bekommen. Wir kassieren teilweise zu einfache Gegentore." Den Gegner sah er vor allem durch Kematens Dominanz limitiert: "Bei einem 7:3 kann man nicht viel herausstechen. Ich glaube, wir haben das Spiel sehr gut gestaltet und Ferschnitz das Leben sehr schwer gemacht."
Im zweiten Durchgang kontrollierte Kematen das Geschehen und setzte in Minute 69 den nächsten Stich: Wieder war es Jan Sipka, der zum 7:2 traf und seinen starken Nachmittag krönte. Ferschnitz verkürzte in der 80. Minute noch durch Manuel Grausam auf 7:3, mehr ließ die Heimelf aber nicht zu. In der Schlussphase gab es noch eine unschöne Szene: In Minute 89 sah Michael Lochner auf Seiten der Gäste Rot. Grubhofer nahm den Unparteiischen ausdrücklich in Schutz. "Der Schiedsrichter war heute auf beiden Seiten sehr, sehr gut. Da war nichts Auffälliges dabei." Und zur späten Roten Karte meinte er: "Dass man in der 90. Minute bei einem Stand von 7:3 noch ein Foul machen muss, das zu einer roten Karte führt, verstehe ich nicht ganz. Aber die rote Karte war völlig in Ordnung." Mit dem deutlichen Sieg steht Kematen in der Tabelle mit 30 Punkten auf Rang sechs, Ferschnitz hält bei 20 Zählern auf Platz zwölf – und die Grubhofer-Elf hat reichlich Rückenwind für die nächsten Wochen.