In der 1. Klasse West hat ÖTSU Steinakirchen gegen FCU SOP Winklarn mit 2:3 verloren. Trainer Daniel Lehner sah eine Partie, in der seine Mannschaft stark begann, dann aber vor der Pause den Zugriff verlor. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Steinakirchen noch einmal heran, doch aus Sicht des Trainers war das schnelle 1:3 direkt nach Wiederbeginn der Moment, der das Spiel letztlich entschied.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Daniel Lehner ärgerte sich nach dem Schlusspfiff vor allem darüber, dass seine Mannschaft die gute Anfangsphase nicht nutzen konnte. „Wir hatten eine sehr gute Anfangsphase, hätten in den ersten fünfzehn Minuten 1:0 in Führung gehen müssen“, sagte der Trainer. Genau darin lag aus seiner Sicht schon ein erster wichtiger Punkt, weil Steinakirchen zunächst gut im Spiel war, sich dafür aber nicht belohnte. Danach änderte sich das Bild spürbar. „Wir haben dann etwas den Faden verloren und der Gegner ist bis zur Pause stärker gewesen und auch verdient in Führung gegangen“, so Lehner. Auf der Anzeigetafel war das in dieser Phase klar zu sehen: Andreas Haberfellner brachte FCU SOP Winklarn in der 30. Minute mit 1:0 nach vorne, nur fünf Minuten später legte Stefan Kupresak das 2:0 nach. Steinakirchen fand aber noch vor dem Seitenwechsel eine Antwort, als Damian Bogacz in der 37. Minute zum 1:2 verkürzte und sein Team damit in Schlagdistanz hielt.
Gerade weil Steinakirchen mit dem Anschlusstreffer noch vor der Halbzeit wieder im Spiel war, wog das nächste Gegentor für Daniel Lehner besonders schwer. Auf die Frage nach dem Knackpunkt antwortete er klar: „Mit Sicherheit das schnelle 3:1 nach der Pause.“ Andreas Haberfellner traf in der 49. Minute zum zweiten Mal an diesem Abend und stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Lehner erklärte auch, wie die Treffer aus seiner Sicht zustande kamen. Das 0:1 fiel nach einer kurz abgespielten Standardsituation und einer Hereingabe, das 0:2 bezeichnete er als „schönen Angriff der Gäste“ mit einem Abschluss „aus der Drehung direkt ins Kreuzeck“. Auch das 1:3 ärgerte ihn, weil es nach einem Eckball per Kopf fiel. Damit waren genau jene Momente angesprochen, in denen Winklarn seine Chancen konsequent nützte und Steinakirchen immer wieder hinterherlaufen musste.
Trotzdem hatte Lehner nach dem Spiel nicht nur Kritik parat, sondern hob auch die Reaktion seiner Mannschaft hervor. „Dass wir uns nicht aufgegeben haben und in der zweiten Halbzeit Moral gezeigt haben und das Spiel fast noch zumindest unentschieden gespielt hätten“, war für ihn der positive Teil des Abends. Steinakirchen kam in der 58. Minute durch Nico Prankl auf 2:3 heran, nachdem Lehner den Treffer als Freistoßflanke schilderte, die abgerissen hinter dem Tormann im Eck landete. Danach blieb aus seiner Sicht das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. „Nach der Pause waren wir eigentlich die bessere Mannschaft und hätten uns noch den Ausgleich verdient gehabt“, sagte der Trainer. Unzufrieden war er vor allem mit der Phase nach den ersten 15 Minuten der ersten Hälfte: „Da haben wir den Faden verloren und waren nicht mehr so aggressiv. Da ist der Gegner stärker gewesen. War eigentlich die einzige Phase im Spiel, wo ich nicht zufrieden war.“ Gleichzeitig erkannte er auch an, was FCU SOP Winklarn stark machte: „Der Gegner hat immer wieder gut über die Seite kombiniert und ist bis zur Grundlinie durchgekommen.“ Für ÖTSU Steinakirchen bleibt damit nach der zweiten Runde weiter Zählbares aus, während Winklarn mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel ganz oben steht. Lehner wird aus dieser Niederlage vor allem mitnehmen, dass seine Mannschaft im Spiel geblieben ist, sich den schwächeren Abschnitt vor der Pause und das schnelle Gegentor nach Wiederbeginn aber nicht leisten darf.