In der 1. Klasse West musste sich SCU Euratsfeld am Freitag SV Raika Scheibbs mit 0:3 geschlagen geben. Trainer Vitalis Stankevicius sah dabei keinen völlig misslungenen Auftritt seiner Mannschaft, sondern vor allem ein Spiel, in dem gute Phasen ungenutzt blieben. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht die Nachlässigkeiten in der Defensive, die Gegentore rund um die Pause und eine Chancenverwertung, die aus seiner Sicht sogar zwei vergebene Elfmeter einschloss.

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Der Trainer des SCU Euratsfeld tat sich nach dem Schlusspfiff nicht schwer damit, die entscheidenden Phasen zu benennen. „Der Spielbeginn bis zur dreißigsten Minute war sehr gut, danach sind wir ein bissl nachlässig geworden“, sagte Vitalis Stankevicius. Genau dort verortete er den Übergang von einer ordentlichen Anfangsphase zu einem Spiel, das mehr und mehr in Richtung der Gäste lief. Zunächst brachte Laurenz Lasselsberger den SV Raika Scheibbs in der 43. Minute mit 1:0 in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel legte Lukas Szabo in der 52. Minute das 2:0 nach, ehe derselbe Spieler in der 75. Minute auch für den Endstand sorgte. Dass die Tore „kurz vor der Pause und kurz nach der Pause“ fielen, wog aus Sicht des Euratsfelder Trainers besonders schwer, weil genau diese Momente den Verlauf klar veränderten.
Dabei wollte Stankevicius die Leistung seiner Mannschaft keineswegs komplett schlechtreden. „Das Spiel war nicht so schlecht von uns. Nur wir haben in gewissen Situationen schlecht verteidigt und die nötigen Tore nicht gemacht“, sagte er. Den eigentlichen Knackpunkt formulierte er noch klarer: „Aus vielen großen Chancen haben wir die nötigen Tore nicht gemacht.“ Für den SCU Euratsfeld lag genau dort der größte Unterschied an diesem Abend. Während der Gegner seine Möglichkeiten nutzte, blieb die eigene Ausbeute leer. Das zeigte sich aus seiner Sicht auch noch nach dem 0:3, als die Gastgeber zwei Elfmeter ungenutzt ließen. Stankevicius hielt dennoch fest, dass sich seine Mannschaft auch in der zweiten Hälfte weiter bemühte. „Ich finde, wir haben uns bemüht. Der Gegner hat aus weniger Chancen Tore gemacht“, sagte er und brachte damit die unterschiedliche Effizienz beider Teams auf den Punkt.
Stankevicius fand nach der Niederlage aber auch deutliche Worte für die Qualität des Gegners. Vor allem die Legionäre des SV Raika Scheibbs machten für ihn den Unterschied aus. „Die Legionäre waren sehr, sehr stark. Das macht einen riesengroßen Unterschied, und der Rest der Mannschaft kämpft“, erklärte der Euratsfelder Trainer. Besonders hob er auch den Tormann der Gäste hervor: „Der hat heute einen super Tag erwischt. Der hat eine richtig gute Parade gezeigt und zwei Elfmeter gehalten. Alle vier Legionäre waren top heute.“ Diskussionen über den Schiedsrichter wollte er keine aufkommen lassen. Für ihn war es „ein ganz korrektes Spiel“. Viel wichtiger ist für Stankevicius ohnehin der Blick nach vorne. SCU Euratsfeld hält nach drei Runden bei einem Punkt, und der Trainer sagt offen: „Wir müssen so schnell wie möglich aus dieser Situation rauskommen. Wir brauchen wieder Selbstvertrauen und wir brauchen unbedingt die drei Punkte.“ Trotz des Fehlstarts sieht er seine Mannschaft deshalb noch nicht abgeschlagen, sondern verweist auf „die Qualität, die wir haben“ und auf eine enge Meisterschaft, in der sich die Lage rasch wieder ändern kann.