In der 1. Klasse West musste sich die SG Waldhausen/Gloxwald am Freitagabend mit einem 2:2 gegen den ASK SAR Hausmening begnügen, obwohl nach dem 2:1 zur Pause mehr möglich schien. Trainer Michael Naderer sprach nach dem dritten Saisonspiel von einem durchwachsenen Auftritt seiner Mannschaft, sah sein Team nach schwieriger Anfangsphase aber klar verbessert. Den entscheidenden Knackpunkt machte er in zwei Szenen nach der Pause aus.

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Der Beginn lief aus Sicht von SG Waldhausen/Gloxwald überhaupt nicht nach Wunsch. Michael Naderer schilderte, dass ASK SAR Hausmening besser in die Partie kam und einen Fehler im Aufbau früh bestrafte. In der 14. Minute traf Steliano Filip zum 0:1. „Hausmening ist besser ins Spiel gestartet und hat unseren Fehler beim Herausspielen gleich ausgenutzt“, sagte Naderer. Dazu kam dann auch noch ein kompletter Wetterumschwung. Laut dem Trainer setzten starker Regen und viel Wind ein, der Platz wurde tief, und genau mit diesen Bedingungen kam SG Waldhausen/Gloxwald danach besser zurecht. „Mit dem Wetterumschwung haben wir das Spiel übernommen“, erklärte Naderer. Er sprach zwar offen davon, dass es „kein gutes Spiel von uns“ gewesen sei, trotzdem arbeitete sich seine Mannschaft hinein. In der 32. Minute fiel nach einem Eckball im Gestocher das 1:1, das als Eigentor von Elias Dorninger gewertet wurde. Kurz vor der Pause drehte SG Waldhausen/Gloxwald die Partie dann noch ganz. Elias Sandhofer wurde in der 41. Minute mit einem tiefen Pass geschickt, lief alleine auf das Tor zu und schob zum 2:1 ein.
Nach dem Seitenwechsel versuchte ASK SAR Hausmening nach Naderers Einschätzung immer mehr Spieler nach vorne zu beordern, dennoch sah der Trainer seine Mannschaft zunächst weiter in einer guten Position. „Wir waren in der zweiten Hälfte gut im Spiel und hatten das Spiel gut unter Kontrolle“, sagte er. Den Bruch machte er dann an zwei Situationen fest, mit denen er überhaupt nicht einverstanden war. Zunächst reklamierte SG Waldhausen/Gloxwald beim Stand von 2:1 einen Strafstoß. Nach Naderers Schilderung wurde Elias Sandhofer beim Lauf auf das Tor nur vom Tormann getroffen, dennoch wurde auf Stürmerfoul entschieden. Wenig später fiel in der 76. Minute der Ausgleich zum 2:2, als Steliano Filip seinen zweiten Treffer des Abends erzielte. Auch diesem Tor ging laut Naderer eine aus seiner Sicht falsch bewertete Einwurfszene voraus. „Für mich waren das zwei eklatante Fehlentscheidungen, die spielentscheidend waren“, sagte der Trainer. Seine grundsätzliche Kritik formulierte er ebenso klar: „Ab der 60. Minute hat sich der Schiedsrichter immer wieder in den Mittelpunkt gestellt.“ Trotz des Ärgers schob Naderer aber auch nach: „Unterm Strich kann man sagen, das 2:2 war gerecht und hat für beide Mannschaften gepasst.“
Abseits der Aufregung rund um diese Szenen nahm Michael Naderer aus dem Heimspiel aber auch Punkte mit, auf denen SG Waldhausen/Gloxwald aufbauen will. Besonders wichtig war ihm, wie seine Mannschaft mit den schwierigen äußeren Bedingungen umging. „Wir haben uns in die Partie hineingekämpft“, sagte er und hob hervor, dass Regen, Wind und der tiefe Boden seiner Elf eher geholfen hätten, besser in den Rhythmus zu kommen. Auch ASK SAR Hausmening ordnete er fair ein. Der Gegner sei kompakt gestanden und habe seine Möglichkeiten sehr effizient genutzt. „Die wenigen Chancen, die sie gehabt haben, haben sie extrem gut gelöst“, meinte Naderer. Nach drei Runden hält die SG Waldhausen/Gloxwald damit bei vier Punkten, und genau dort setzte der Trainer im Ausblick an. „Wir lernen von Spiel zu Spiel“, betonte er. Vor allem gehe es nun darum, solche Partien früher zu entscheiden und sich für gute Phasen noch besser zu belohnen. Der Blick geht deshalb trotz des verpassten Sieges bereits nach vorne. Naderer sprach von einer positiven Entwicklung und hofft auch in den kommenden Spielen wieder auf starke Unterstützung von den eigenen Fans.