In der 1. Klasse West hat SCU Günther St.Georgen/Y am fünften Spieltag gegen SV Raika Scheibbs mit 2:1 gewonnen und sich damit die ersten drei Heimzähler der Saison geholt. Nach frühem Rückstand drehte St. Georgen die Partie noch vor der Pause. Co-Trainer Markus Vondrak sprach danach von einem "wichtigen Arbeitssieg" und hob vor allem hervor, wie entschlossen seine Mannschaft auf das 0:1 reagierte.

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Der Nachmittag begann für die Gastgeber alles andere als angenehm. Bereits in der 4. Minute brachte Josef Ekker die Gäste in Führung, und damit war genau das eingetreten, was Vondrak nach dem Schlusspfiff auch sofort ansprach. "Wir sind wieder nach fünf Minuten in Rückstand geraten", sagte der Co-Trainer und machte damit klar, dass St. Georgen zunächst erneut einem frühen Gegentor hinterherlaufen musste. Entscheidend war aus seiner Sicht aber die unmittelbare Reaktion. Nur sieben Minuten später gelang Stanislav Lacko das 1:1, und Vondrak beschrieb diesen Treffer als Resultat "einer schönen Kombination über die Seite". St. Georgen war damit rasch wieder in der Partie, blieb dran und belohnte sich kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal. In der 44. Minute traf Martin Klabnik zum 2:1, laut Vondrak durch ein "wunderschönes Freistoßtor". Mit dieser Wendung ging es auch in die Pause.
Dass Vondrak das Ganze als Arbeitssieg einordnete, kam nicht von ungefähr. Die 2:1-Führung zur Halbzeit bedeutete noch lange keine ruhige zweite Hälfte, im Gegenteil. Der Co-Trainer zollte dem Gegner ausdrücklich Respekt und stellte klar, dass Scheibbs nach dem Seitenwechsel weiter Druck gemacht hat. "Der Gegner war sehr gut, hat in der zweiten Halbzeit sehr druckvoll gespielt und probiert, auch noch das Tor zu schießen", sagte er. Genau darin lag aus Sicht der Heimischen die Hauptaufgabe in den zweiten 45 Minuten: nicht schönreden, nicht verwalten, sondern dagegenhalten. Vondrak nannte vor allem die Haltung seiner Mannschaft als entscheidenden Punkt. "Wichtig war, dass wir gleich den Ausgleich gemacht haben, und wir haben gekämpft", erklärte er. Weil St. Georgen diesen knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit brachte, stand am Ende eben kein glatter, sondern ein hart erarbeiteter Heimsieg.
Besonders wichtig war dieser Erfolg für die Gastgeber auch deshalb, weil er den ersten Heimsieg der Saison brachte. Vondrak formulierte das nach dem Schlusspfiff sehr deutlich: "Alle, die heute gespielt haben, haben gekämpft und wollten einfach den ersten Dreier zu Hause machen." Genau dieser Wille zog sich durch seine gesamte Einschätzung. Gleichzeitig vermied er jede Übertreibung und stellte mehrfach heraus, dass Scheibbs viel Qualität mitgebracht habe. "Scheibbs war ein sehr guter Gegner", sagte er, und auch damit erklärt sich, warum der 2:1-Erfolg in St. Georgen intern höher bewertet wird als ein bloßes Ergebnis. Selbst rund um die Spielleitung sah Vondrak keinen Anlass für Diskussionen: "Der Schiedsrichter hat seine Linie gehabt und war in Ordnung." Mit nun fünf Punkten aus fünf Spielen war dieser Nachmittag für St. Georgen daher mehr als nur ein knapper Sieg. Es waren, wie Vondrak es zusammenfasste, "sehr gute drei Punkte" und ein Erfolg, auf den sich für die nächsten Wochen aufbauen lässt.