Spielberichte

Das Tor vor der Pause als Türöffner: Ferschnitz entscheidet das Derby über Standards

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SV Blindenmarkt
USV Ferschnitz

In der 1. Klasse West hat SV Union Raika Blindenmarkt das Derby gegen USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 2:4 verloren. Für Ferschnitz war es laut Trainer Marco Talir ein intensives Spiel, in dem seine Mannschaft vor und auch nach der Pause die bessere war, sich dann über Standards belohnte und auch die kurze Druckphase der Gastgeber nach dem 0:3 wegsteckte, ehe sie am Ende noch einmal nachlegte.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Führung kurz vor der Pause als Basis

Marco Talir sah seine Mannschaft von Beginn an im Vorteil. „Es war ein intensives Derby. Wir waren in der ersten Halbzeit feldüberlegen und haben unsere Möglichkeiten leider nicht in Tore ummünzen können“, sagte der Trainer nach dem Auswärtssieg. Für ihn war es in dieser Phase nur eine Frage der Zeit, bis seine Elf in Führung gehen würde. Umso wichtiger war für Ferschnitz, dass dieser Treffer noch vor dem Seitenwechsel fiel. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Matus Jorik zum 0:1, und genau diesen Moment hob Talir besonders hervor. „Wichtig war auf jeden Fall das Tor vor der Halbzeit“, sagte er, weil seine Mannschaft davor schon einiges investiert und dennoch lange nichts Zählbares daraus gemacht hatte.

Nach dem 0:3 wird es noch einmal eng

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste dann schnell nach. Matthias Lehner erhöhte in der 51. Minute auf 0:2, wenig später stellte Lukas Kromoser auf 0:3. Damit schien Ferschnitz das Derby klar in die eigene Richtung gezogen zu haben, doch ruhig blieb der Nachmittag deshalb nicht. Blindenmarkt kam fast postwendend durch Jakub Balaz auf 1:3 heran und machte es in der 62. Minute mit dem Treffer von Simon Rametsteiner zum 2:3 wieder richtig spannend. Talir gefiel in dieser Phase, dass seine Mannschaft nicht die Nerven verlor. In der 67. Minute machte erneut Matus Jorik mit seinem zweiten Tor alles klar. Der Trainer sah die Entscheidung vor allem in den ruhenden Bällen begründet. „Wir waren sehr geduldig und effizient bei Standards, das war spielentscheidend“, sagte er. Nach seiner Schilderung kam Ferschnitz über mehrere Eckbälle und eine einstudierte Corner-Variante zu den entscheidenden Treffern.

Mit dem Ball gut, in den Zweikämpfen präsent

Neben dem Ergebnis sprach Talir auch ausführlich darüber, was seiner Mannschaft im Spiel grundsätzlich gelungen war. „Wir hatten gute Ballstafetten und haben gute Lösungen ins letzte Drittel gefunden“, erklärte er. Nicht jeder letzte Pass habe gepasst, deshalb sei es vor allem in der ersten Halbzeit schwierig gewesen, die Überlegenheit früher in Tore umzusetzen. Trotzdem gefiel ihm der Auftritt mit dem Ball über weite Strecken. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Ferschnitz viele zweite Bälle gewann und damit immer wieder in Ballbesitz blieb. Für den Gegner fand der Trainer trotz der Niederlage respektvolle Worte. Blindenmarkt habe es seiner Elf „alles andere als leicht gemacht“, sagte er. Gleichzeitig sprach Talir von einem rassigen, aber fairen Derby, in dem es aus seiner Sicht keine spielentscheidende Szene für Diskussionen gab. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete er positiv.

Derby-Sieg als Rückenwind für die nächsten Wochen

Entsprechend zufrieden fiel das Schlussfazit des Ferschnitz-Coachs aus. „Es freut mich als Trainer, dass wir das Derby gewinnen haben können. Das ist für die Stimmung in der Mannschaft extrem wichtig“, sagte Talir. Er hob außerdem hervor, dass wieder viele Spieler zum Einsatz kamen und ihre Sache gut gemacht hätten. Für ihn war das 2:4 daher mehr als nur der nächste Dreier, sondern auch eine Bestätigung dafür, dass die Richtung in den ersten Saisonwochen stimmt. Nach fünf Runden hält Ferschnitz bei zehn Punkten, und genau das stellte Talir noch einmal heraus. „Ein Riesenkompliment an die Jungs. Nach fünf Runden mit zehn Punkten dazustehen, ist in dieser Liga nicht selbstverständlich.“ Der Derby-Sieg in Blindenmarkt gibt dieser Aussage zusätzliches Gewicht.

1. Klasse West: Blindenmarkt : USV Ferschnitz - 2:4 (0:1)

  • 67
    Matus Jorik 2:4
  • 62
    Simon Rametsteiner 2:3
  • 58
    Jakub Balaz 1:3
  • 57
    Lukas Kromoser 0:3
  • 51
    Matthias Lehner 0:2
  • 46
    Matus Jorik 0:1