In der 1. Klasse West hat SV Union Raika Blindenmarkt das Heimspiel gegen SV Raika Essmeister Neumarkt mit 1:0 gewonnen. Klaus Jehle traf kurz nach der Pause zum einzigen Tor, und genau dieser Treffer war für den sportlichen Leiter Stefan Teufel „ein Brustlöser“ in einer Partie, die lange von vielen hohen Bällen und wenig Rhythmus lebte. Am Ende zählte für die Gastgeber vor allem der Kampf.

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Schon vom Anpfiff weg war zu sehen, dass diese Partie keine mit viel Leichtigkeit werden würde. Stefan Teufel beschrieb die 90 Minuten als „relativ zerfahrenes Spiel mit vielen hohen Bällen auf beiden Seiten“, und dieser Eindruck zog sich vor allem durch die erste Hälfte. Blindenmarkt und Neumarkt suchten zwar immer wieder den Weg nach vorne, doch richtig in den Rhythmus kam die Begegnung kaum. Vieles blieb Stückwerk, vieles war umkämpft, und so passte das 0:0 zur Pause gut ins Bild. Für Teufel hatte das auch mit der Ausgangslage beider Mannschaften zu tun. „Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften eher hinten in der Tabelle stehen und nicht unbedingt mit Selbstvertrauen gesegnet sind“, sagte er und erklärte damit auch, warum sich die Partie eher über Intensität als über spielerische Qualität entwickelte.
Die Entscheidung fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel. In der 49. Minute brachte Klaus Jehle die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nachdem sich die Situation vor dem Tor zunächst nicht sauber klären ließ. „Das war im Prinzip ein bisschen ein Gestocher vor dem Neumarkter Tor, wo Klaus Jehle am gedankenschnellsten reagiert hat, reingespritzt ist und den Ball über die Linie gedrückt hat“, schilderte Teufel die Szene. Für Blindenmarkt war dieser Treffer mehr als nur die Führung. „Das 1:0 ist immer wichtig. Es war auch ein Brustlöser für uns“, sagte der sportliche Leiter. Genau dieser Moment veränderte das Spiel aus seiner Sicht, weil die Gastgeber danach etwas klarer in ihren Aktionen wurden und neben dem Verwalten auch nach vorne Lösungen finden wollten.
Nach dem Treffer sah Teufel seine Mannschaft sogar näher am zweiten Tor als den Gegner am Ausgleich. Blindenmarkt kam laut seinem sportlichen Leiter noch zu „einigen guten Umschaltmöglichkeiten“, spielte diese Aktionen aber nicht konsequent bis zum Ende aus. Darin lag aus seiner Sicht auch der Grund, warum es bis zum Schlusspfiff eng blieb. „Sonst wäre das Spiel früher entschieden gewesen“, sagte Teufel. Gerade in solchen Begegnungen kann ein knapper Vorsprung schnell wieder kippen, wenn die Entlastung fehlt oder die Angriffe zu unsauber ausgespielt werden. Blindenmarkt schaffte es diesmal aber trotzdem, das Spiel auf seiner Seite zu halten. Auch wenn das Ergebnis knapp blieb, hatte Teufel das Gefühl, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 die besseren Voraussetzungen hatte, die Partie endgültig zuzumachen.
Dass am Ende trotzdem die drei Punkte in Blindenmarkt blieben, führte Teufel vor allem auf die Grundtugenden seiner Mannschaft zurück. „Wir haben sehr viel Mentalität und Leidenschaft an den Tag gelegt. Wir haben den Kampf über die volle Distanz angenommen“, sagte er und traf damit den Kern dieses 1:0. Schön war die Partie über weite Strecken nicht, aber Blindenmarkt war aggressiv, unangenehm zu bespielen und ließ Neumarkt laut Teufel kaum zu Lösungen kommen. „Neumarkt hat nicht wirklich viele Ideen gehabt mit dem Ball, wir haben den Gegner sehr gut neutralisiert.“ Gerade weil auf beiden Seiten wenig Selbstvertrauen da war, kann dieser Heimsieg für die Blindenmarkter nun vor allem im Kopf viel wert sein. In einem Spiel aus dem unteren Tabellenbereich war genau das am Ende der Unterschied.