Spielberichte

„Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit waren der Knackpunkt“ – Waldhausen lässt den Sieg liegen

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Waldhausen/Gloxwald
ASK Kematen

In der 1. Klasse West musste sich SG Waldhausen/Gloxwald am Freitagabend gegen ASK Metran Kematen mit einem 1:1 begnügen. Nach dem 1:0 durch Julian Wurzer kurz vor der Pause sprach Trainer Michael Naderer von einem Spiel, das seine Mannschaft lange im Griff hatte. „Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit waren der Knackpunkt“, sagte er, weil in dieser Phase der zweite Treffer ausblieb und Kematen zurückkam.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

Image by Marcin from Pixabay

Waldhausen belohnt sich erst kurz vor der Pause

Für die Gastgeber war die Richtung vor dem Anpfiff klar. Nach der Niederlage in der Vorwoche wollte Waldhausen wieder in die Spur kommen und vor eigenem Publikum die drei Punkte holen. Entsprechend nahm Naderer auch eine gute Energie bei seiner Mannschaft wahr. „Zu Beginn war das Spiel eher ausgeglichen, aber dann war es eher auf unserer Seite“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht erspielte sich seine Elf in dieser Phase die besseren Möglichkeiten, ließ aber erneut einiges liegen. Erst in der 43. Minute fiel die verdiente Führung, als Julian Wurzer das 1:0 erzielte. Naderer sah bis dahin vieles, was ihm gefiel: „Wir sind hinten ganz stabil gestanden. Im zweiten Drittel waren wir klar überlegen. Bis zum gegnerischen Tor haben wir wirklich sehr gut gespielt.“ Genau dort, im letzten Drittel, begann für ihn aber auch schon das Problem des Abends.

Nach der Pause bleibt das zweite Tor aus

Mit dem Vorsprung im Rücken hatte sich Waldhausen für die Phase nach dem Seitenwechsel viel vorgenommen. Naderer wollte, dass seine Mannschaft gleich nachlegt und dem Spiel früh den Deckel draufgibt. Nach seiner Einschätzung war genau diese Möglichkeit auch da. „Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit waren der Knackpunkt zum Unentschieden und nicht zum Sieg“, sagte er. Zwei sehr gute Chancen auf das 2:0 blieben ungenutzt, und damit kippte das Spiel etwas, ohne dass er von seiner Mannschaft spielerisch abrückte. Je länger es bei nur einem Tor Vorsprung blieb, desto mehr kam Kematen auf. In der 71. Minute glich Martin Janecka zum 1:1 aus. Naderer sprach danach davon, dass beide Seiten noch gute Chancen gehabt hätten, auf das gesamte Spiel gesehen aber vor allem eines ausschlaggebend gewesen sei: „Wir haben wieder zu viele sehr, sehr gute Chancen vergeben.“ Wie sehr ihn das beschäftigt, zeigte auch ein anderer Satz: „Mittlerweile haben wir so viele hundertprozentige Chancen, dass ich gar nicht mehr alle im Kopf habe.“

Kein Alarm, aber ein klarer Auftrag fürs Derby

Trotz des verpassten Sieges wollte der Waldhausen-Trainer nach dem Schlusspfiff keine Unruhe aufkommen lassen. Kurz und deutlich beantwortete er die Frage, was seiner Mannschaft zu mehr als einem Punkt gefehlt habe: „Tore.“ Dahinter steckt für ihn aber kein grundsätzlicher Zweifel an der Leistung seiner Elf. Im Gegenteil: „Wir sind eine sehr spielstarke Mannschaft, kommen immer wieder zu sehr vielen Chancen. Jetzt heißt es einfach dranbleiben.“ Auch Kematen redete Naderer nicht klein und bezeichnete den Gegner als „ganz gute Mannschaft, die aktuell vielleicht ein bisschen unter ihrem Wert geschlagen wird“. Lob gab es außerdem für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr gut, hat gut kommuniziert und gute Entscheidungen getroffen.“ Der Blick geht nun schon weiter zum nächsten Auftritt. „Wir dürfen jetzt nicht den Teufel an die Wand malen“, sagte Naderer, der das Derby gegen Grein als guten Zeitpunkt sieht, um die Chancenverwertung endlich besser auf den Platz zu bringen. Seine Botschaft ist jedenfalls klar: weiterarbeiten, weiter vertrauen und die spielerische Linie beibehalten.

1. Klasse West: Waldhausen/Gloxwald : Kematen - 1:1 (1:0)

  • 71
    Martin Janecka 1:1
  • 43
    Julian Wurzer 1:0