In der 1. Klasse West musste sich SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland am Freitagabend bei SG Ardagger/Neustadtl II mit 1:3 geschlagen geben. Für Sektionsleiter Robert Doppler lag der Hauptgrund in einer schwachen ersten Halbzeit. Nach dem 0:2 zur Pause kam Petzenkirchen besser ins Spiel, machte Druck und verkürzte durch Daniel Rabi, konnte das Match aber nicht mehr drehen.

Für Doppler war der Unterschied an diesem Abend vor allem in den ersten 45 Minuten zu sehen. "Die erste Halbzeit war schlecht, die zweite Halbzeit besser. Es hat aber nicht zum Punktgewinn gereicht", fasste der Sektionsleiter die Partie zusammen. Petzenkirchen fand vor der Pause nicht richtig hinein, während die Gastgeber nach seiner Einschätzung "sehr dominant und spielbestimmend" auftraten. Das spiegelte sich auch im Spielstand wider. In der 22. Minute brachte Manuel Leitgeb die Heimelf in Führung, in der 30. Minute legte Jakob Waser das 2:0 nach. Mit diesem Rückstand gingen die Gäste in die Kabine, und schon da war aus Sicht von Doppler ein entscheidender Teil der Niederlage angelegt.
Entscheidend war für Doppler nicht nur, dass seine Mannschaft früh in Rückstand geraten war, sondern auch, wie diese Tore zustande kamen. "Bei den ersten zwei Toren haben wir den Ball nicht wegbekommen, und Neustadtl hat das eiskalt ausgenützt", sagte er. Genau darin sah er einen wichtigen Punkt des Spiels. Petzenkirchen schaffte es in diesen Szenen nicht, die Situation zu bereinigen, und die Gastgeber bestraften das sofort. Die Heimelf nutzte damit ihre gute Phase konsequent, während bei den Gästen zu viele Kleinigkeiten nicht passten. Aus einem zunächst offenen Spiel wurde so bis zur Pause eine klare Angelegenheit für die Heimelf, die den Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Kabine nahm.
Nach der Pause sah Doppler dann eine deutlich bessere Leistung seiner Mannschaft. "In der zweiten Halbzeit haben wir Druck erzeugt. Aber das war leider zu wenig", sagte er. Petzenkirchen war nun aktiver und arbeitete sich wieder heran. In der 68. Minute verkürzte Daniel Rabi auf 1:2 und brachte die Gäste damit zurück ins Spiel. Genau in dieser Phase sah Doppler aber auch den zweiten großen Knackpunkt. "Knackpunkt war die erste Hälfte und in der zweiten Halbzeit, dass wir unsere Chancen und eigentlich auch unsere Überlegenheit nicht genutzt haben." Petzenkirchen hatte also mehr vom Spiel als noch vor der Pause, belohnte sich dafür aber nicht mit dem Ausgleich, der die Partie noch einmal ganz hätte kippen lassen können.
Weil der Ausgleich ausblieb, blieben die Gastgeber in Front und setzten spät den Schlusspunkt. In der 88. Minute traf Manuel Leitgeb zum zweiten Mal an diesem Abend und stellte auf 3:1. Damit war die Partie endgültig entschieden. Doppler blieb auch danach bei einer nüchternen Analyse: "Kleinigkeiten haben nicht gepasst, die große Auswirkungen hatten." Dazu passte auch sein Urteil über den Spielverlauf insgesamt. Vor der Pause war Petzenkirchen zu passiv, nach dem Seitenwechsel fehlte trotz besserem Auftritt der Ertrag. Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen, für ihn "hat das gepasst". So bleibt unter dem Strich eine Niederlage, aus der die Gäste vor allem eines mitnehmen: Der zweite Durchgang war brauchbar, kam aber zu spät und brachte zu wenig ein.