In der 1. Klasse West hat SCU Günther St.Georgen/Y daheim gegen TSV Meisl Grein mit 1:3 verloren. Für die Gäste war vor allem der frühe Treffer die Basis für den Auswärtssieg, dazu kam ein Dreierpack von Robin Rapolter. Grein-Trainer Eimantas Valaitis sah den Unterschied vor allem in der Haltung seiner Mannschaft: „Heute waren Leidenschaft, Wille und Charakter auf unserer Seite.“

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste genau so, wie es sich Valaitis vorgestellt hatte. Schon in der 2. Minute brachte Robin Rapolter den TSV mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start war für den Trainer ein ganz wichtiger Punkt. „Das erste Tor auswärts ist ganz wichtig“, sagte Valaitis nach dem Spiel und verwies darauf, dass Grein von Beginn an mit hohem Pressing auftreten wollte. „Wir haben hoch gepresst und sind weit oben gestanden. Das war der Plan mit dem Team, und ich glaube, das hat funktioniert.“ Für Grein war dieser frühe Vorsprung deshalb mehr als nur ein guter Einstieg. Er gab der Mannschaft Sicherheit und bestätigte gleich in der Anfangsphase den Weg, den sie sich für dieses Auswärtsspiel vorgenommen hatte.
Ganz ohne Widerstand ging es für die Gäste aber nicht. In der 30. Minute gelang Stanislav Lacko der Ausgleich zum 1:1, und damit war die Partie wieder offen. Valaitis machte nach dem Spiel auch kein Geheimnis daraus, dass der Gegner seine Momente hatte. „Der Gegner ist ein gutes Team. Wir wissen, dass er zuhause gut spielt, und er war heute sehr motiviert“, sagte der Grein-Coach. Umso wichtiger war für seine Mannschaft, dass sie auf den Ausgleich noch vor der Pause die richtige Antwort fand. Wieder war es Rapolter, der in der 37. Minute zum 2:1 traf und Grein mit einer Führung in die Kabine brachte. Dass seine Mannschaft in dieser Phase ruhig blieb, gefiel Valaitis besonders. „Unser Ziel war heute, ruhig zu bleiben und unsere Qualität zu zeigen“, erklärte er. Genau das spiegelte sich in dieser Phase auch im Spielstand wider.
Nach der Pause brachte Rapolter mit seinem dritten Treffer in der 63. Minute die Entscheidung zum 3:1, und damit war auch klar, dass Grein für seinen klaren Plan belohnt wurde. Valaitis führte den Erfolg nicht auf einen einzelnen Moment allein zurück, sondern auf die Art, wie seine Mannschaft das Spiel angelegt hatte. „Wir haben mit viel Geduld gespielt, den Ball kontrolliert und auch das Spiel kontrolliert“, sagte er. Für den Trainer war wichtig, dass seine Mannschaft nicht hektisch wurde, sondern auf die passenden Situationen wartete. „Wir haben auf unsere Chance gewartet, die Chance bekommen und die Chance genutzt. Das war heute der Schlüssel.“ Dazu passte auch seine Einschätzung, dass Grein über weite Strecken als Mannschaft funktionierte. „Gut funktioniert haben unser Pressing, unsere Aggressivität und die Teamarbeit zusammen, offensiv wie defensiv.“
Trotz des 3:1 und trotz des starken Auftritts wollte Valaitis den Sieg nicht nur als Ergebnis, sondern vor allem als Leistung seiner Mannschaft verstanden wissen. „Charakter war heute die Entscheidung für den Sieg“, sagte er, und diesen Gedanken zog er nach dem Schlusspfiff mehrfach durch. Gleichzeitig sprach er auch an, wo er noch Luft nach oben sieht. „Wir können noch besser miteinander kommunizieren, und wir haben noch Potenzial“, meinte der Grein-Trainer. Gerade deshalb dürfte dieser Auswärtssieg für ihn besonders wertvoll sein: weil seine Mannschaft einerseits ihre Qualitäten gezeigt hat, andererseits aber noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist. Unter dem Strich stand für Grein ein klarer Erfolg, der mit einem frühen Tor begann, durch den Rapolter-Dreierpack abgesichert wurde und für Valaitis vor allem eines belegte: „Heute gab es Charakter, Aggressivität und Qualität.“