Spielberichte

„Die Rote Karte hat das Spiel komplett gedreht“ – Euratsfeld arbeitet sich zu einem 1:0 gegen Aschbach

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SCU Euratsfeld
SU Aschbach

In der 1. Klasse West hat SCU Euratsfeld das Heimspiel gegen SU Weise Raika Aschbach mit 1:0 gewonnen. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Vitalis Stankevicius die Szene in der 35. Minute, als Aschbach nach Rot gegen Konstantin Platzer in Unterzahl geriet. Danach kippte die Partie, Euratsfeld blieb geduldig und nutzte den Umschwung nach der Pause durch den Treffer von Samuel Raab zum Heimsieg.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bis zur Roten Karte lag das Spiel eher bei den Gästen

Stankevicius sprach nach dem Schlusspfiff von einer Partie mit zwei klar getrennten Abschnitten. „Es waren eigentlich zwei Teile“, sagte der Euratsfeld-Coach und machte damit sofort deutlich, warum er dieses 1:0 nicht bloß über das Resultat erklären wollte. Bis zum Ausschluss habe Aschbach mehr vom Spiel gehabt. „Aschbach war dominanter. Da muss man ehrlich sein. Sie hätten mit ihren zwei, drei guten Möglichkeiten in Führung gehen können“, sagte er offen. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, war aus seiner Sicht deshalb durchaus günstig für seine Mannschaft, weil die Gäste bis dahin die besseren Momente auf ihrer Seite hatten.

Nach dem Ausschluss wurde Euratsfeld geduldiger und konsequenter

Der Wendepunkt kam für den Euratsfeld-Trainer eindeutig in Minute 35. Konstantin Platzer sah nach einer Szene die Rote Karte, und Stankevicius hatte dazu eine klare Meinung. „Der Schiedsrichter hat alles gesehen und klar Rot gegeben. Ich finde, das war korrekt“, sagte er. Ebenso deutlich ordnete er die Wirkung dieser Szene auf das Spiel ein: „Nach dem Ausschluss hat sich das Spiel komplett gedreht.“ Euratsfeld habe danach die Partie in die Hand bekommen, sei geduldig geblieben und habe auf die eigene Chance gewartet. In der 63. Minute war es dann Samuel Raab, der das 1:0 erzielte. Stankevicius nannte den Treffer „ein glückliches Tor, aber nicht ungerecht“ und hob vor allem hervor, dass seine Mannschaft nach der Führung „sehr gut verteidigt“ habe.

Viel Qualität bei Aschbach, viele Emotionen am Platz

Dass der Heimsieg für Euratsfeld Gewicht hat, erklärte Stankevicius auch mit dem Blick auf den Gegner. Er sprach von einer „sehr, sehr guten Mannschaft mit sehr viel Qualität“ und meinte sogar, Aschbach gehöre „sicherlich ins obere Tabellendrittel“ und könne aus seiner Sicht auch im Meisterrennen eine Rolle spielen. Umso mehr freute ihn, dass seine Mannschaft nach der Roten Karte den Willen gezeigt habe, das Spiel unbedingt zu gewinnen. „Wir hatten Geduld bis zum 1:0 und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte er. Diskussionsstoff habe es zwar rund um einzelne Entscheidungen gegeben, doch Stankevicius betonte, der Schiedsrichter habe seine Linie durchgezogen. Insgesamt blieb für ihn vor allem hängen, dass Partien gegen Aschbach immer emotional seien. Genau mit dieser Mischung aus Spannung, Geduld und sauber verteidigter Führung holte Euratsfeld diesmal drei Punkte.

1. Klasse West: Euratsfeld : Aschbach - 1:0 (0:0)

  • 63
    Samuel Raab 1:0