Für den Absteiger aus der Regionalliga Ost, SC Zwettl, gestaltet sich die Vorbereitung alles andere als leicht, gilt es doch ein völlig neu zusammengewürfeltes Team zu bilden: Acht Neuzugänge stehen zehn Abgängen gegenüber. Außerdem sind derzeit vier Stammspieler verletzt. Dennoch sind sich Obmann Josef Zlabinger und der neue Trainer Ljubo Petrovic einig – sie sind mit den bisher gezeigten Leistungen zufrieden und sehen großes Potenzial in der jungen Truppe: „Allgemein bin ich mit der Arbeit der Mannschaft sehr zufrieden. Es sind junge, willige Spieler, mit denen man zwar Geduld haben muss, die aber dem SC Zwettl in Zukunft noch viel Freude bereiten werden“, ist sich Petrovic sicher.
Integration der Neuen läuft gut
Die Integration der neuen Spieler liefe sehr gut, meint Zlabinger. „So
ein Zusammengehörigkeitsgefühl hatten wir schon lange nicht mehr. Der
Trainer geht auf die Jungen ein“, stellt der Obmann weiter fest.
Außerdem betont er, dass dies ein guter Weg sei, welcher auf jeden Fall
beibehalten werden wird. Auch wenn es Rückschläge gäbe. Als zweiten Legionär holte man den kroatischen Stürmer Josip Bojo von NK
Hask Zagreb. „Man hat von ihm schon viel gesehen. Er ist groß,
kopfballstark, sowie technisch und läuferisch gut“, so der Trainer über
seinen neuen Schützling.
Erfreuliche Testspielergebnisse
Im ersten Vorbereitungsspiel gewann man durch ein Tor von Thomas Müllner gegen den Gebietsligisten USC Schweiggers mit 1:0. Beim nächsten Test besiegte man den WSV Traisen (1. Klasse West/Mitte)
klar mit 10:2, wobei Kapitän Jaromir Plocek fünf mal traf. Und den SC Hainfeld (Gebietsliga West) schlug Zwettl mit 4:2. Hier stellte sich Bojo gleich mit zwei Kopfballtreffern vor.
Respektables Ergebnis
Beim gestrigen Vorbereitungsmatch gegen Regionalligist SV Horn fehlten
gleich vier Spieler aufgrund von Verletzungen. Daniel Bayer erlitt gegen
Traisen einen Jochbeinbruch, Thomas Müller brach sich im selben Match
den Mittelfinger, Ronald Eigners Muskelfaserriss ist noch nicht
ausgeheilt und Milos Andrejic ist noch von einem Motorradunfall
rekonvaleszent.
Das Spiel wurde zwar mit 0:2 verloren, trotzdem bot man eine solide Leistung
gegen den Titelfavoriten der Regionalliga Ost. Bereits in der
Anfangsphase gelang den Hornern nach einem Abpraller die Führung (7.
Min.). In der Folge standen die Zwettler defensiv sehr gut, ließen
praktisch nur Weitschüsse zu. Das Tempo war aufgrund der Hitze nicht
allzu hoch. Für Trainer Petrovic hätte man im Umschalten von Defensive auf
Offensive mehr erreichen können: „Wir hatten eigentlich die besseren
Chancen, vor allem in der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit machten
wir in Überzahl einfach zu viele Fehler, hätten die Konter besser zu Ende spielen müssen.“ Nach einem Abwehrfehler kassierte man
schließlich in der 73. Minute den Treffer zum Endstand.
ÖFB-Cup-Vorrunde
Am 30. Juli wartet mit dem SC Retz ein Ligakonkurrent im Kampf um den
Aufstieg in die ÖFB-Cup-Hauptrunde. Zlabinger zu diesem brisanten
Duell: „Das wird ein schwieriges Spiel, Retz hat ja letzte Saison lange
sogar um den Titel mitgespielt. Ich hoffe, wir können diese Hürde nehmen
und bekommen dann einen attraktiven Gegner in einem Heimspiel
zugelost.“
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