1. NÖN-Landesliga

Auf St. Peter wartet eine ganz schwierige Umbruchsaison!

UFC St. Peter/Au stand zum Ende der Meisterschaft ex aequo auf dem zehnten Rang. 40 Punkte wies die Tabelle final aus. Interessant ist, wie sich der Platz ergab. Die Mannschaft hatte in der Winterpause zu den Top Five gehört. In einem doch eher enttäuschenden Frühjahr konnte sie nicht an die Performance anschließen und wurde durchgereicht. Hintenraus musste man froh sein, nicht sogar noch in den Abstiegskampf zu geraten. In der Sommerpause kam es zu gravierenden Änderungen im Kader. Ligaportal unterhielt sich mit Sektionsleiter Andreas Döcker über die kommende Saison.

Wie zufriedenstellend verläuft die Vorbereitung?

Andreas Döcker: „Die Testspielserie begann mit einem Match gegen Wallern aus der Regionalliga. Wir verkauften uns echt gut. Unterm Strich mussten wir uns trotzdem geschlagen geben. Bei den Duellen mit Micheldorf sowie Bad Wimsbach fuhren wir Siege ein. Im Kräftemessen mit dem Letztgenannten brach sich unser Stammgoalie Johannes Eder das Jochbein. Äußerst bitter, denn damit steht er wohl acht bis zehn Wochen nicht zur Verfügung. Biberbach schlugen wir. Bedauerlicherweise wurden die Personalprobleme aber immer größer. Neben dem Handschuh verletzte sich auch noch unser neuer Kapitän Fabian Kohl. Jan Gerg fing sich eine Zerrung ein. Gabriel Spreitzer leidet an muskulären Problemen. Diese Ausfälle spürten wir bei den Partien in weiterer Folge. Mauer-Öhling unterlagen wir 1:7. Das war in allen Bereichen zu wenig. Das sprach ich so klar an. Freitag am Abend erlebten wir einen kuriosen Probegalopp. Purgstall schenkten wir gleich in der Startphase doppelt ein. Der Kontrahent drehte den Rückstand und lag nach rund 65 Minuten 4:2 vorne. Zu dem Zeitpunkt merkte man dann, dass noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft geht und sie unbedingt die nächste Niederlage vermeiden wollte. David Zefi brachte uns wieder heran. Dann glückten noch drei weitere Treffer von unseren Neuzugängen.“

Welche Transfers fanden statt?

Andreas Döcker: „Paul Nagelstrasser verlagerte seinen Lebensmittelpunkt in Oberösterreichs Hauptstadt. Er läuft zukünftig für Donau Linz auf. Leandro Morina trägt nun das Trikot von Aschbach, Keeper Paul Hengst jenes von Seitenstetten. Philipp Haberl zog weiter nach Ober-Grafendorf. Festhalten muss man in dem Zusammenhang natürlich, dass mit Julian Schattleitner und Markus Tanzer absolute Routiniers ihre Karriere beendeten. Von dem her freut es mich, dass wir mit Nils Zatl zumindest einen Mann mit richtig viel Erfahrung an Land ziehen konnten. Er kam vom Wiener Sport-Club. Auf seiner Visitenkarte sind unter anderem die Vienna, Horn oder ausländische Vereine, wie zum Beispiel in Zypern, zu finden. Man merkt sofort, dass er über tolle technische Fähigkeiten verfügt. Von Purgstall holten wir Emre Koc. Er agiert in der Verteidigung. Sonst setzten wir ganz stark auf eine Verjüngung des Kaders. Unsere Verpflichtungen Antonio sowie Marko Pejazic, Abdullah Kara, Christoph Spath, Eman Lidan und Ben Staufer werkten zuletzt für Mauer-Öhling, die Amstetten Amateure, Eskisehirspor, St. Ulrich, Dietach beziehungsweise Waidhofen/Ybbs. Für den Kasten krallten wir uns schließlich noch Torhüter Aleksandar Maksic aus Wildon.“

Was wurde als Ziel ausgegeben?

Andreas Döcker: „Kurzfristig möchten wir natürlich gut in die Meisterschaft hineinstarten. Dafür müssen wir eine gewisse Stabilität in der Rückwärtsbewegung aufweisen. Wir werden also sicher nicht unüberlegt stürmen, sondern setzen auf Kompaktheit. Gerade in der aktuellen Situation macht es anders keinen Sinn, um uns nicht reihenweise Konter einzufangen. Zum Auftakt reisen wir nach Zwettl. Da wartet also unmittelbar wahrlich eine Heimmacht auf uns. Der Umstand stellt ein weiteres Argument dar, auf diese Geschlossenheit in der Abwehr zu setzen. Generell wäre es natürlich top, wenn wir die Hinrunde aus dem Vorjahr wiederholen könnten. Da überzeugten wir zu Hause und punkteten in der Ferne ebenfalls fleißig. Trotz des schwachen Frühjahrs landeten wir ja in der Auswärtstabelle auf dem dritten Rang. Das zeigt schon, dass wir im Herbst aus den Stadien der Konkurrenz zahlreiche Punkte entführten. Unter Berücksichtigung des Umbruchs müssen wir diese Saison aber wohl doch etwas kleine Brötchen backen. Vordergründig lautet das Vorhaben, jedenfalls die Klasse zu halten. Natürlich soll uns der Weg trotzdem so weit wie möglich nach oben führen.“