Traumatische sieben Spielminuten
Nach der Pause startete die Wessely-Elf furios in die zweite Spielhälfte. Schwadorf ließ hier sichtlich seine Tugenden von Hälfte eins in der Kabine zurück. Speziell der eingewechselte Claudio Jakits sorgte mit einem Doppelpack (46., 53.), für Aufsehen. Dazwischen war es Martin Zahuranec, mit seinem siebenten Saisontreffer, der auf 3:0 stellte (50.). Ein paar Minuten später musste er verletzungsbedingt ausscheiden.
Auf schiefer Ebene ohne weiteren Torerfolg
Ein Ballbesitz von 80 zu 20 Prozent zugunsten der Heimischen, spricht Bände. Es wurde weiter nach vorne gespielt, Torchancen kreiert, doch Tor gelang der Wessely-Elf keines mehr. Schade eigentlich, denn man hätte sich gegen diese dezimierte Schwadorfer Mannschaft in Sachen Tordifferenz schadlos halten können. Aber dennoch gelang Kottingbrunn der Sprung auf Tabellenplatz zwei und gilt nun als erster Verfolger des Tabellenführers aus Retz.
ASK Kottingbrunn - SK Schwadorf 4:0 (1:0).
Tore: 1:0 Güzel (45.), 2:0 Jakits (46.), 3:0 Zahuranec (50.), 4:0 (53.) Jakits.
Sportplatz ASK Kottingbrunn; 100 Zuschauer.
Stimmen zum Spiel:
Günther Wessely, Trainer ASK Kottingbrunn: „Es war nicht leicht, gegen eine so extrem tief stehende Schwadorfer Mannschaft zum Torerfolg zu gelangen. Obwohl der Ball zu 80 Prozent uns gehörte, gelang uns erst Sekunden vor der Pause das erlösende 1:0. Nach Wiederbeginn entschieden wir die Partie mit einem Dreifachschlag endgültig für uns. Es war eine einseitige Begegnung, doch die junge Mannschaft aus Schwadorf verkaufte sich recht teuer.“
Formation: 4-4-2
Beste Spieler: Claudio Jakits, Kapitän Levent Sengül und Thomas Goll.
Manfred Simon, Sportlicher Leiter SK Schwadorf: „Wir haben beim Verband um eine Verschiebung der Partie gebeten, da uns acht Stammkräfte heute fehlten. Kottingbrunn war damit einverstanden, doch der NÖ-Fußballverband, sagte kategorisch Nein. Für dieses Verständnis bedanke ich mich recht herzlich. Sportlich betrachtet haben wir uns so teuer als möglich verkauft, nur die sieben Minuten nach der Pause waren für uns der Todesstoß.“
Formation: 4-5-1
Bester Spieler: Lob an die jungen Akteure.
von Robert Simperler