Beide Teams starteten von Anfang an mit temporeichen, gepflegten Offensivfußball und so war es keine Überraschung für die Zuseher, dass bereits nach acht Minuten der erste Treffer fiel. Eine Freistoßflanke von Stürmer Marco Leovac beförderte Sebastian Zier ungeschickt ins eigene Tor. St. Pölten war nach dem frühen Tor etwas geschockt und Ardagger kam viel besser ins Spiel. Die Gäste konnten in der 28. Minute dann einen weiteren Abwehrfehler nutzen und stellten auf 2:0. Martin Krimberger erzielte nach einem Stanglpass vom abermaligen Assistgeber Marco Leovac den zweiten Treffer.
Anschlusstreffer durch St. Pölten
Die Schadinger-Elf gab sich nach dem zweiten Treffer nicht auf, überzeugte mit gutem Offensivfußball und wurde dafür auch belohnt. Referee Bruckner zeigte in der 38. Minute auf den Elfmeterpunkt für die Heimischen, Stefan Stiedl vergab allerdings den Penalty. Kurz vor dem Seitenwechsel konnten die heimischen Fans trotzdem noch jubeln, denn Oliver Tole verkürzte nach einem Eckball zum 1:2. Nach der Halbzeitpause war die Partie relativ ausgeglichen, konnte sich keine Mannschaft wirklich durchsetzen.
Schadinger bewies Goldhändchen
In der 58. Minute wechselte Coach Schadinger und brachte Isaac Ajaino für Michael Mistelbauer. Diese Auswechslung machte sich sofort bezahlt, denn nur drei Minuten später erzielte der eingewechselte Ajaino den Ausgleich. Nach 73 Minuten traf dann der ebenfalls eingewechselte Murat Kartal sogar zum 3:2 für St. Pölten. Den Schlusspunkt in einer ereignisreichen Partie setzte auch ein Wechselspieler: Antun Primorac (ebenfalls ein Wechselspieler) sorgte in der 82. Minute mit seinem Treffer zum 4:2 für die Vorentscheidung. Ardagger konnte danach nicht mehr zurückkommen und musste deshalb eine 4:2 Auswärtsniederlage hinnehmen. St. Pölten bleibt durch diesen Sieg mit einem komfortablen fünf Punkte Vorsprung an sechster Stelle, die Gäste müssen sich wohl vom Titelkampf verabschieden.
Stimmen zum Spiel:
Michael Schadinger, Trainer St. Pölten: „In der ersten Halbzeit war unser Spiel eine Katastrophe, da habe ich geglaubt, dass wir mehrere Tore bekommen. Doch ab dem Zeitpunkt des verschossenen Elfmeters waren wir aggressiver und besser, wichtig war natürlich auch das Anschlusstor kurz vor der Pause. In der zweiten Halbzeit waren wir dann viel lauffreudiger und dementsprechend fiel dann auch das Ergebnis aus. Heute spielten wir zudem auch ohne Profis, doch wir haben bei den Amateuren auch einen guten Kader und das hat das Spiel heute natürlich auch gezeigt.“
Bester Spieler: Gradinger
Peter Zeitlhofer, Trainer Ardagger: „Heute hat die nötige Einstellung und der nötige Biss gefehlt. Nach dem 2:0 haben wir geglaubt, dass wir mit Halbgas spielen können, doch das geht in dieser Liga nicht mehr. Die Tore haben wir uns selber geschossen, das waren reine individuelle Fehler. Wir haben einfach viele Dinge vermissen lassen, doch ich hoffe, dass dieses Spiel ein Warnschuss für alle Beteiligten war.“
von Stefan Fastlabend
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