Nervöser, verunsicherter Beginn
Von Beginn an sah man, dass beiden Mannschaften die Nervosität und Verunsicherung ins Gesicht geschrieben war. Verkrampfung im Spielaufbau, sowie wenig zusammenhängende, gelungene Aktionen waren in den ersten 20 Minuten die Folge. Danach fand Würmla zwei dicke Tormöglichkeiten vor, doch Patrick Novak sowie Branko Milutinovic ließen diese ungenützt. Als kurz vor der Pause Viktor Kornaj den Ball nach einer Flanke perfekt mitnahm und zur 1:0-Führung für die Stockerauer traf, war dies ein Schlag ins Gesicht von Wolfgang Prochaska und die Seinen. Jedoch ließen sich Würmlas Mannen nicht ganz beirren und der junge Eigenbauspieler Nicolas Krumböck stellte noch Sekunden vor dem Pausenpfiff den Gleichstand her.
Nach der Pause spielte nur noch die Heimelf
Nach Wiederbeginn spielte sich das Geschehen wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Gehäuse der Gäste ab. Nun wurden Chance im Fünfminutentakt vergeben. „Zu nachlässig und leichtfertig wurde mit den Chancen umgegangen", so Trainer Prochaska. Doch Philip Grubmüller war hier die Ausnahme. Mit seinem Doppelpack (50., 67.), avancierte er zum Matchwinner für den SV Würmla. Somit waren drei ganz wichtige drei Punkte am Konto und Trainer Prochaska durfte im Großen und Ganzen recht zufrieden seine Mannschaft ins Wochenende entlassen.
SV Würmla - SV Stockerau 3:1 (1:1)
Tore: 0:1 Kornaj (42.), 1:1 Krumböck (44.), 1:2 Grubmüller (50.), 1:3 Grubmüller (67.)
Sportplatz Würmla; 150 Zuschauer
Wolfgang Prochaska, Trainer SV Würmla
„Am Anfang war die Nervosität und Verunsicherung aufgrund der letzten Niederlagen in der Mannschaft sichtbar spürbar. Doch als wir uns davon befreien konnten, steckten wir auch mit viel Moral den 0:1-Rückstand weg. Nach der Pause hatten wir so große Möglichkeiten, dass auch ein 7:1-Sieg im Bereich des Möglichen war. Die schwache Chancenauswertung kann ich am heutigen Nachmittag als einziges Negativum herausstreichen.“
Beste Spieler: Philip Grubmüller, Patrick Novak, Ramazan Mutlu, Branko Milutinovic
Othmar Holzer, Sektionsleiter SV Stockerau
„In der ersten Hälfte befand ich unsere Mannschaft als die stärkere. Der Ausgleichstreffer so kurz vor dem Pausenpfiff fiel in die Kategorie „Dumm“. Nach der Pause wurde Würmla von Minute zu Minute bestimmender und nach dem Treffer zum 2:1 konnten wir in keinster Weise mehr nachlegen, um am Ende positiv reüssieren zu können.“
Beste Spieler: Keiner
von Robert Simperler
Fotos: Peter Ziech