Freitagabend empfing SCU-GLD Kilb den UFC St. Peter/Au. Der Erstgenannte war in der vergangenen Runde bei den St. Pölten Amateuren gehörig unter die Räder gekommen. Er wollte sich also unbedingt rehabilitieren und im besten Fall einen Triumph einfahren. Man rechnete sich etwas aus. Immerhin hatte der Kontrahent letzte Woche mit 1:5 sogar noch höher verloren. Andererseits gehörte diese Leistung absolut zu den Ausnahmen in der bisherigen Meisterschaft. Generell durfte er ja soweit sehr zufrieden mit der Saison sein. In der Partie nun zeigte sich zunächst noch eine Verunsicherung. Final aber entführte das Auswärtsteam völlig verdient den vollen Erfolg.
Rund 330 Zuschauer statteten dem Waldstadion einen Besuch ab. Geboten wurde ihnen eine äußerst trefferreiche Partie. Zunächst ganz im Sinne der Heimfans, denn die Mannschaft verbuchte einen wahren Traumauftakt. Sie legte rasch mit zwei Goals vor. Den Startschuss gab Kilian Tod. Die Anhänger sprangen auf der Tribüne auf und jubelten dem Schützen euphorisch zu. Schnell sollte es noch besser kommen. Pünktlich zum Ablauf der ersten Viertelstunde nämlich erhöhte Felix Bass. Mehr kann man sich im Prinzip nicht wünschen! Das in Rückstand liegende Team dagegen taumelte. Nach der jüngsten Abfuhr sah man sich nun wieder sehr rasch mit einer äußerst unangenehmen Situation konfrontiert. Umso beeindruckender, wie die Mannen von Trainer Anton Saric darauf reagierten. Die Matchuhr wies eine halbe Stunde aus, als Philipp Haberl aus etwa sieben Metern verkürzte. Somit meldete sich seine Truppe in der Partie zurück. Und tatsächlich durfte sie unmittelbar vor der Pause sogar noch den Ausgleich bejubeln. Routinier Josip Martinovic schloss flach ab. Die aufregende Hälfte endete also mit einem Remis.
Aufgezuckert betrat der UFC die Kabine. Klarerweise, nach dem Verlauf. Die Gäste machten sich bewusst, dass sie jetzt konsequent an das Finish des Durchgangs anschließen müssen. Das Momentum lag eindeutig auf ihrer Seite. Entsprechend gierig kehrten sie auf den Rasen zurück. Es vergingen nur einige Momente, ehe der Schütze des Anschlusstreffers ein weiteres Mal scorte. Die Heimischen standen mit gesenktem Kopf da. Verständlich. Unglaublich, jetzt sogar hinten zu liegen. Coach Paul Scharner reagierte mit vier Einwechslungen. Es mussten neue Impulse her! Von frischen Akteuren, welche die Rückschläge nicht am Feld erlebt hatten. Der Gegner wusste seinerseits, dass man so einen Verlauf nur sehr schwer verkraften kann. Er agierte nun sehr clever und spielte selbst aus einer recht sicher agierenden Abwehr heraus. Man wollte den Kilbern ja nicht die Möglichkeit geben, aus einem billigen Konter doch nochmals zurückzukommen. Das Konzept ging auf. Für den Schlusspunkt sorgte Gabriel Spreitzer. Er machte final den Deckel drauf. St. Peter kehrte eindrucksvoll auf die Gewinnerstraße zurück.
Anton Saric (Trainer UFC St. Peter/Au):
„Die Jungs lieferten eine super Trainingswoche ab. Deswegen überraschte mich der Beginn so. Bei den beiden Gegentoren halfen wir ja mit individuellen Fehlern in der Verteidigung kräftig mit. Die Reaktion der Burschen macht mich besonders stolz. Sie ließen sich nicht hängen und kamen beeindruckend zurück. Vor allem Gabriel Spreitzer, der von der Bank kam, wirbelte kräftig. Ich freue mich über das Ergebnis.“
Die Besten: Gabriel Spreitzer (Mittelfeld UFC St. Peter/Au), Philipp Haberl (Sturm UFC St. Peter/Au)