Der SV Stockerau reiste Freitagabend zum ASV Eaton Schrems. Der Vorletzte des Klassements trat also beim Schlusslicht an. Für die Hausherren war es quasi ein Spiel der letzten Chance. Wenn der Klassenerhalt doch noch irgendwie gelingen sollte, musste aus Sicht der Heimischen unbedingt ein voller Erfolg her. Das Auswärtsteam andererseits konnte den direkten Konkurrenten praktisch eine Klasse runterschießen. Das machten die Gäste dann auch. In einer nervenaufreibenden Partie behielten sie final die Oberhand. Ligaportal unterhielt sich mit dem siegreichen Co-Trainer Sascha Pichler.
Welches Fazit zieht man von der Partie?
Sascha Pichler: „Die Jungs begannen bei der spannungsgeladenen Ausgangssituation richtig stark. Wir hatten uns die ganze Woche gewissenhaft vorbereitet. Bereits in der unmittelbaren Startphase fanden wir tolle Möglichkeiten vor. Leider scheiterten wir zunächst. Eine Viertelstunde stand auf der Matchuhr, als uns tatsächlich die Führung glückte. Julian Velisek erzielte das Goal. Der Kontrahent wehrte sich natürlich. Es war nicht einfach. Wir hielten dagegen. Trotzdem kassierten wir direkt vor der Pause den Ausgleich. Ärgerlich. Unsere Burschen ließen sich jedoch nicht unterkriegen und gaben direkt nach dem Seitenwechsel erneut den Ton an. Das Glück stand uns zur Seite, als uns die Stange rettete. In der 71. Minute erhielten wir eine Gelb-Rote. Matthias Widy fing sich den Ausschluss ein. Kompliment an die Mannschaft, wie sie darauf reagierte. Sie nahm ihr Herz in die Hand und zeigte unmittelbar die richtige Reaktion. Nur Momente später entschied der Referee auf Elfer für uns. Florian Frithum bewies Nervenstärke und brachte uns erneut in Front. Im Anschluss lieferten wir einen tollen Fight in Unterzahl. Wir klärten alle brenzligen Situationen und erzielten aus einem Konter sogar noch ein weiteres Goal. David Pastuovic stellte den Endstand her.“
Wer avancierte zum „Spieler des Matches“?
Sascha Pichler: „Ich möchte drei Akteure nennen. Der Schütze des Strafstoßes verdient es sich jedenfalls. Er übernahm Verantwortung beim Penalty. Außerdem leistete er beide Assists bei den anderen Treffern. Philip Holzer überzeugte in der Abwehr. Er ordnete seine Nebenleute toll ein und behielt vor allem hintenraus die Übersicht. Speziell bei den hohen Bällen zeigte er seine Stärke. Schließlich erwähne ich auch noch Stefan Pacher. Er leistete in der Verteidigung sowie im Mittelfeld einen äußerst wichtigen Beitrag. Toll, dass sich der Defensivmann so schnell mit verschiedenen Positionen arrangierte. Er war sich für keinen Meter zu schade und baute auch selbst immer wieder Angriffe mit seiner Eröffnung auf.“
Wie geht es weiter?
Sascha Pichler: „Fünf Runden liegen noch vor uns. Nun wartet ein Heimspieldoppel auf uns. Im nächsten Match empfangen wir Wr. Neustadt. Und dann steht wohl das vorentscheidende Duell mit Kilb auf dem Programm. Aber selbst nach der Begegnung muss noch nichts entschieden sein. Ich erwarte im Kampf um den Klassenerhalt ein enges Rennen bis zum Schluss. Es gilt, die Konzentration hochzuhalten und noch so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Die Mentalität der Mannschaft stimmt mich positiv.“