Samstagnachmittag empfing der USV Scheiblingkirchen-Warth den SC Zwettl. Der Hausherr nahm die Partie bekanntermaßen als Leader in Angriff. Vier der fünf jüngsten Runden hatte er für sich entschieden, unter anderem vergangene Woche die schwierige Aufgabe in Ardagger souverän bestanden. Nun ergab sich die Chance, mit einem weiteren Triumph wieder zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger aus der Südstadt herzustellen. Dabei bekam man es mit einem Mittelständler zu tun. Der wehrte sich mit all seinen Kräften, die Pleite konnte er jedoch nicht verhindern. Der Spitzenreiter behielt völlig verdient die Oberhand.
Rund 390 Zuschauer bevölkerten das Pittentalstadion. Erfolge ziehen die Massen an. Es braucht also nicht zu verwundern, wenn sich schon seit einiger Zeit jede Menge Interessierte am Fußballplatz einfinden. Die Fans wollen dabei sein, wenn ihre Jungs die letzten Meter auf dem Weg zum Titel zurücklegen. Und sie dabei auch lautstark unterstützen, damit da ja nicht noch irgendwelche Stolpersteine zum Hindernis werden. Ein ganz wesentliches Puzzlestück bei der Mission stellt Trainer Daniel Kohn dar. Der Mann auf der Kommandobrücke stellte sein Team wieder top auf den Kontrahenten ein und schickte es gierig auf den Rasen. Von Beginn weg machte es Druck. Die schnelle Führung schien daher aufgelegt. So kam es schließlich. Nico Kirner nutzte einen Aufbaufehler aus, richtete sich den Ball her und versenkte ihn cool. In weiterer Folge kontrollierten die Gastgeber das Geschehen. Sie ließen den Ball laufen. Die Genauigkeit in der gefährlichen Zone fehlte jedoch. Mit dem knappen 1:0 pfiff der Referee den Durchgang ab.
Gutgelaunt traten die lokalen Fans die Pause an. Alles lief nach Plan. Der Favorit gab sich soweit keine Blöße und erledigte die Aufgabe hochkonzentriert. Daran wollte er nun anknüpfen. Es ist schon herausragend, mit welcher Vehemenz der Tabellenführer sein Ding durchzieht. Erneut schlug er direkt zu. Jan Kirchmayer stillte seinen Torhunger und erhöhte. Der Anhang feierte ausgelassen. Genau mitten in diese Jubelstimmung hinein aber schlug Zwettl zu. Nach einem Stanglpass landete die Wuchtel im Kasten. Wie würden die Heimischen darauf reagieren? Kann so ein Rückschlag die Truppe noch aus der Bahn werfen? Natürlich nicht, möchte man fast schon sagen. Sie präsentiert sich insgesamt einfach zu gefestigt. In der Phase drückte die Truppe nicht sofort wieder drauf, sondern agierte etwas vorsichtiger. Erst mit der Zeit übernahm sie wieder mehr das Kommando. Und tatsächlich landete das Runde noch einmal im Eckigen. Für den Schlusspunkt sorgte Michael Steiner. Eiskalt köpfte er eine Hereingabe mit seinem Haupt ins Netz. Bald darauf beendete der Schiedsrichter das Kräftemessen. Scheiblingkirchen geht mit einem Respektabstand von zehn Zählern in das Saisonfinish und kann unter normalen Umständen nicht mehr gestoppt werden.
Daniel Kohn (Trainer USV Scheiblingkirchen-Warth):
„Von der Partie im Herbst wussten wir, dass da eine richtig schwere Partie auf uns wartet. In Zwettl hatte das Resultat 2:2 gelautet. Wir bereiteten uns auf der Basis gewissenhaft vor und gingen mit einem klaren Plan an die Sache heran. Im Moment zeichnet uns außerdem aus, dass wir zu Beginn einer Hälfte echt immer sofort toll loslegen. Wir können mit dem Ausgang sehr zufrieden sein.“
Die Besten: Melvin Reichardt (Verteidigung USV Scheiblingkirchen-Warth), Jan Kirchmayer (Sturm USV Scheiblingkirchen-Warth)