Samstagnachmittag trafen die SKN St. Pölten Amateure auf den UFC St. Peter/Au. Der Erstgenannte ging mit einer sensationell breiten Brust in das Match. Immerhin hatte er in der Frühjahrssaison sieben der neun absolvierten Partien für sich entschieden und so den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle geschafft. Nun verfügten die Hauptstädter bereits über gleich viele Punkte wie der Konkurrent. Bei den Gästen zeigte die Tendenz nach einem bärenstarken Herbst eindeutig nach unten. Vor einer Woche waren sie trotz einer klaren zwischenzeitlichen Führung nicht über ein Unentschieden gegen Langenrohr rausgekommen. Ein Zähler wurde es final auch dieses Mal.
Rund 70 Zuschauer suchten den Sportplatz auf. Der Erfolgslauf der Jungwölfe müsste ja eigentlich mehr Fans anlocken, von dem her vielleicht doch etwas enttäuschend. Auf der anderen Seite sorgten die anwesenden Anhänger auch für ordentlich akustische Unterstützung ihrer Burschen. Das verdienten sich die Talente mit ihren Leistungen vollends. Die lokalen Fans strahlten Zuversicht aus, dass der Lauf seine Fortsetzung findet. Da machten sie die Rechnung allerdings ohne dem Auswärtsteam. Im Unterschied zu vielen Spielen im bisherigen Jahr erledigte die Verteidigung einen recht konsequenten Job. Mit der gebotenen Hartnäckigkeit montierte sie die Offensivkünstler der Hausherren größtenteils ab. Kombinierten sie sich vereinzelt doch durch, stand Keeper Johannes Eder auf seinem Posten. So toll das hinten funktionierte, in der Vorwärtsbewegung jedoch fehlte bei der angereisten Truppe ebenfalls die Durchschlagskraft. Folglich pfiff der Referee die Hälfte ohne Tore ab.
Die Gäste durften soweit richtig zufrieden sein. Sie hielten das Kräftemessen mit einem Team der Stunde äußerst offen. Nun musste im kommenden Durchgang unbedingt eine Prolongation der Performance her. Dann sollte echt etwas rausschauen. Etwas mehr Mut wollte man noch auf den Rasen bringen. Damit tat man sich schwer. In der Abwehr jedoch überzeugte man weiterhin mit der notwendigen Einsatzbereitschaft. Dem war es geschuldet, dass den SKN Amateuren das angestrebte 1:0 nicht glückte. Trainer Daniel Schütz reagierte mit Auswechslungen. Er warf frische Kräfte von der Bank ins Rennen. Die Hauptstädter rannten an und fanden zahlreiche Chancen vor. Das Geschehen erinnerte mittlerweile mehr an ein Match auf einer schiefen Ebene. Der Kontrahent stemmte sich beherzt dagegen und verhinderte so, auch mit Hilfe des nötigen Glücks, tatsächlich bis zum Ende einen Gegentreffer. Folglich entführte St. Peter einen Punkt. Der tut auf dem Weg aus dem Tief heraus sicher gut.
Andreas Döcker (Sektionsleiter UFC St. Peter/Au):
„Ich bewerte das Resultat positiv. Man muss bedenken, dass wir auf eine Truppe trafen, die auf der Erfolgswelle schwimmt. Wir kämpfen nach wie vor mit Personalproblemen. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen nehme ich den Zähler sehr gerne.“
Der Beste: Johannes Eder (Tormann UFC St. Peter/Au)