Samstagnachmittag empfingen die SKU Amstetten Amateure die SG Korneuburg/Stetten. Der Erstgenannte nahm die Partie tatsächlich als Schlusslicht in Angriff. Er hatte soweit erst einen einzigen Punkt eingetütet, von dem her nicht überraschend. Nun wollte man endlich auch voll anschreiben. Dabei bekam man es mit einem Kontrahenten zu tun, der bereits bei acht Zählern stand. In der vergangenen Runde war er zu einem Auswärtstriumph bei Ortmann gekommen. In dem aktuellen Kräftemessen schaute es lange nach einem Unentschieden aus. Hintenraus schlugen die Hausherren doch noch zu, krallten sich den Dreier und setzten sich so vom letzten Tabellenplatz ab.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rund 100 Zuschauer nahmen den Weg ins Ertl-Glas-Stadion auf sich. Der lokale Anhang wünschte sich so innig, dass ihre Burschen auch endlich gewinnen. Die abgelieferte Aufholjagd in der jüngsten Heimpartie gab Hoffnung. Es ging darum, nun über die komplette Spielzeit die Leistung abzurufen. Dann würde sich dieses Mal vielleicht auch ein Sieg ausgehen. Der Auftakt versprach nichts Gutes. Es trat nämlich der Supergau ein. Sehr rasch fing man sich einen weiteren Nackenschlag ein. Antonio Stojimenov blieb im Duell mit dem Keeper cool, beförderte das Runde ins Eckige und brachte das Auswärtsteam in Front. Die Fans auf der Tribüne konnten es nicht fassen. Der Fußballgott meinte es mit dem Aufsteiger nicht gut! Die Heimischen ließen sich davon nicht beirren. Das muss man echt loben erwähnen. Bald darauf fanden sie die richtige Antwort. Es stand etwa eine Viertelstunde auf der Uhr, als Nico Zellhofer den Ausgleich bejubeln durfte. Wichtig, so schnell den Rückstand zu egalisieren. Im Anschluss neutralisierten sich die Mannschaften größtenteils. Ohne weitere Treffer beendete der Referee den Durchgang.
Korneuburg ärgerte sich in der Kabine, nicht mehr aus der Führung gemacht zu haben. Gerade gegen einen angeschlagenen Nachzügler musst du so einen Spielverlauf konsequenter ausnützen beziehungsweise nachsetzen. Gut, einer verpassten Chance nachzutrauern, das macht keinen Sinn! Also kehrte die angereiste Truppe topmotiviert auf den Rasen zurück. Das Ziel lautete, noch einmal vorzulegen, dann jedoch den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Der Kontrahent hatte da selbstverständlich ordentlich was dagegen. Er roch Lunte und in dem Durchgang sollte nun wahrlich der erste Triumph eingetütet werden. Auch von der Bank sorgte Coach Gernot Krimberger für ordentlich frische Impulse. Insgesamt nahm er gar vier Wechsel vor. Diese taktischen Schachzüge halfen wohl auch gehörig mit, dass man die Gäste ihrer Stärken beraubte. Die Partie blieb bis ins Finish offen. In der 85. Minute schlugen die Hausherren dann eiskalt zu. Maximilian Baumgartner erzielte das entscheidende Last-Minute-Goal. Jetzt brachen unter den Fans alle Dämme. Endlich war er da, der Premierenerfolg! Die SKU Amstetten Amateure atmeten durch, reichten die rote Laterne weiter und schafften den Anschluss ans hintere Mittelfeld der Tabelle.
Gernot Krimberger (Trainer SKU Amstetten Amateure):
„Bereits in den letzten Partien zeigte die Leistungskurve nach oben. Schön, dass wir dieses Mal den Dreier bejubeln dürfen. Die zweite Hälfte stand auf des Messers Schneide. Das Pendel hätte in beide Richtungen ausschlagen können. Auch wir fanden bereits vor dem Siegestreffer schöne Chancen vor. Damit ist der Bann gebrochen und das nimmt doch etwas Druck von den Schultern.“
Der Beste: Paul Grandl (Mittelfeld SKU Amstetten Amateure)