Freitagabend empfingen die Admira Wacker Amateure den SC Fortuna Wr. Neustadt. Der Erstgenannte hatte die beiden letzten Matches für sich entschieden und so mittlerweile den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle hergestellt. Beim Kontrahenten schaute die Situation noch besser aus. Dieser reiste mit dem Plan an, im Kampf um die Spitze des Klassements einen weiteren Erfolg nachzulegen. Interessanterweise war er vergangene Woche trotz Überzahl nicht über ein Remis im Duell mit Korneuburg hinausgekommen. Dieses Mal durfte sich der Meisterschaftsmitfavorit über das günstigere Ende für sich freuen. Er präsentierte sich hintenraus mit dem notwendigen Killerinstinkt und setzte sich final durch.

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Etwas mehr als 200 Zuschauer verfolgten das Kräftemessen vor Ort. Auch zahlreiche Fans der Gäste wollten sich die Chance nicht entgehen lassen, ihren Burschen auf die Beine zu schauen. Die geringe Distanz machte es problemlos möglich. Die Gäste reisten mit bereits neun Auswärtspunkten im Gepäck an. Hinsichtlich der Auftritte in den Stadien der Konkurrenz stand nur in Langenrohr eine Niederlage zu Buche. Diese Pleite ging auf die Auftaktrunde zurück. Für all die anderen Matches in der Ferne wiesen die Statistiken Siege aus. Mit einer entsprechend breiten Brust lief der ehemalige Bundesligist daher ein. Von Beginn weg trat er mutig auf. Die Mannschaft wartete nicht ab, sondern suchte konsequent den Weg nach vorne. Speziell Hayford Acheampong strahlte enorme Gefahr aus. So bereits unmittelbar zum Start, als der Neuzugang sofort einen Warnschuss abfeuerte. Rund eine halbe Stunde zeigte die Uhr, als er den Kasten knapp verfehlte. Da auch seine Nebenleute das Runde nicht im Eckigen unterbrachten und die Südstädter ebenfalls bei ihren wenigen Abschlüssen scheiterten, pfiff der Referee den Durchgang ohne Goals ab.
In der Halbzeit mussten die Hausherren mit dem Ergebnis soweit sicher zufrieden sein. Immerhin forderten sie ja eine Truppe heraus, die sich zumindest für ein paar Stunden alleine an die Topposition der Tabelle setzen konnte. Trotzdem sollten nun auch noch mehr Offensivaktionen her. Dass man es kann, hatten die sechs jüngsten Punkte ja eindrucksvoll bewiesen. Gleichzeitig wussten die Heimischen natürlich ganz genau, dass sie der Fortuna nicht zu viele Räume anbieten dürfen. Diese würde sie mit ihrer Klasse wohl eiskalt ausnützen. In der 56. Minute schlug das Pendel endgültig in Richtung des angereisten Vereins aus. Auf Seiten der Gastgeber fing sich David Wegleitner Gelb-Rot ein. Damit durfte sich die Truppe von Trainer Robert Weinstabl für den Rest des Matches über einen numerischen Vorteil freuen. Der Umstand verschaffte ihr die Möglichkeit, jetzt noch dominanter zu agieren. Die Überlegenheit mündete schließlich in Toren. Den Führungstreffer steuerte Anouar Ahmed El Moukhantir bei. Sehenswert zog er aus der Distanz ab. Für die Draufgabe sorgte Christopher Tvrdy. Eiskalt schloss er einen Konter ab. Der Triumph war eingetütet und Wr. Neustadt trat die Rückreise verdient als Spitzenreiter an.
Robert Weinstabl (Trainer SC Fortuna Wr. Neustadt):
„Es entwickelte sich eine ähnliche Partie, wie vergangene Woche gegen Korneuburg. Dieses Mal sollte unbedingt noch der Sieg rausschauen. Deswegen nahmen wir im Finish sogar eine taktische Umstellung vor. Schön, dass der Schachzug so aufging. Es freut mich klarerweise, dass wir im Klassement ganz oben stehen. Das tun wir mit dem Wissen, dass es sehr wohl Bereiche gibt, in denen es Luft nach oben gibt. Ich denke da vor allem an das Offensivspiel, wenn sich der Kontrahent hinten konsequent hineinstellt. Daran gilt es weiter intensiv zu arbeiten.“
Die Besten: Anouar Ahmed El Moukhantir (Mittelfeld SC Fortuna Wr. Neustadt), Hayford Acheampong (Sturm SC Fortuna Wr. Neustadt)