Freitagabend bekam es die SG Korneuburg/Stetten mit SCU-GLD Kilb zu tun. Der Erstgenannte war in den drei letzten Runden ungeschlagen geblieben und vergangene Woche immerhin zu einem Remis in St. Peter gekommen. Bei den Gästen andererseits zeigte die Formkurve nach unten. Die beiden vergangenen Partien hatten sie verloren. Besonders die Niederlage vor den eigenen Fans im jüngsten Match gegen Ortmann ärgerte das Team besonders. Jetzt machte man sich wieder auf Reise. In den Stadien der Konkurrenz stand soweit nur ein Punkt zu Buche. Dieses Mal glückte endlich der Befreiungsschlag auswärts. Es kamen drei Körner hinzu.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Etwa 120 Zuschauer verspürten Bock auf die Partie. Die lokalen Anhänger fanden sich gutgelaunt ein. Die aktuellen Leistungen ihrer Burschen ließen sie an einen Sieg glauben. Ganz schnell jedoch wichen die positiven Erwartungen erheblichen Zweifel. Der Kontrahent nämlich fackelte nicht lange rum und ging bereits in der sechsten Minute in Front. Sehenswerte versenkte Manuel Hoppi das Runde ins Eckige. Die Hausherren zeigten sich davon nicht beeindruckt. Unmittelbar gaben sie die richtige Antwort. Emir Mönün sorgte für den Ausgleich. Dann mussten sie zur Kenntnis nehmen, dass der Schütze des Führungstreffers nicht nur selbst weiß, wo der Kasten steht, sondern auch sein Bruder. Jetzt netzte Marco und bewies, dass die Familie über außergewöhnliche Fußballergene verfügt. Insgesamt jedenfalls beeindruckend, wie gierig sich die Mannschaft von Alexander Marchat präsentierte. Nichtsdestotrotz ging es in der Tonart natürlich nicht weiter. In der Folge flaute die Action etwas ab. Mit dem knappen Ergebnis pfiff der Referee zur Pause.
Die Korneuburger konnten soweit sicher nicht zufrieden sein. Trainer Senad Mujakic hatte seine Burschen seit seiner Übernahme ja doch wieder stabilisiert und auf Schiene gebracht. Da passte der Zwischenstand nicht wirklich dazu. Immerhin blieb den Hausherren noch eine Hälfte, die angestrebte Wende herbeizuführen. Man muss annehmen, dass der Mann auf der Kommandobrücke die Jungs richtig heiß machte. Die Heimischen probierten verbissen, den Rückstand erneut zu egalisieren. Vielleicht fehlte genau aus dem Grund etwas die nötige Lockerheit. Jedenfalls wollte der finale Pass einfach nicht gelingen. Der Umstand hing daneben sicher auch mit der starken Defensivleistung der hinten liegenden Mannschaft zusammen. Sie überzeugte mit dem notwendigen Einsatzwillen sowie einer beeindruckenden Leidenschaft. Die Kombination ermöglichte es ihr, den Triumph tatsächlich in trockene Tücher zu bringen. Mit dem Sieg glückte den Kilbern der eindrucksvolle Beweis, dass sie auch in der Ferne zu einem Triumph fähig sind.
Alexander Marchat (Trainer SCU-GLD Kilb):
„Super, dass es endlich klappte, auswärts voll anzuschreiben. Immer wieder fehlte in der Vergangenheit nicht viel. Umso schöner, dass nun die Bemühungen der Burschen belohnt wurden. Im Finish wehrten sich die Burschen äußerst beherzt. Ich sah die Mentalität, die ich mir von ihnen erwarte. Zur Belohnung durften wir den vollen Erfolg feiern.“
Die Besten: Matthias Kerschner (Verteidigung SCU-GLD Kilb), Manuel Hoppi (Mittelfeld SCU-GLD Kilb)