Spielberichte

Rudolf Kolar über den SC Obersiebenbrunn: „Offensiv brandgefährlich – defensiv müssen wir stabiler werden“

Obersiebenbrunn

In der 2. Klasse Marchfeld blickt Rudolf Kolar, Trainer von SC Obersiebenbrunn, auf eine intensive Hinrunde zurück. Sein Team belegt aktuell Rang fünf der Tabelle und zeigte vor allem im Angriff großes Potenzial. Nach einer Serie wechselhafter Ergebnisse – einem Remis gegen den SV Gänserndorf, Niederlagen gegen ASKÖ Strasshof SV und SG Ulrichskirchen sowie Siegen gegen Fortuna Untersiebenbrunn und Markgrafneusiedl – zieht Rudolf Kolar eine gemischte Bilanz. Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte läuft bislang reibungslos, die Stimmung im Umfeld ist positiv, und auch Kadersituation wie Infrastruktur zeugen von Aufbruchsstimmung im Verein.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

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Ausgewogene Analyse einer starken, aber anfälligen Hinrunde

Rudolf Kolar beschreibt die erste Saisonhälfte als „durchwachsen“. Die Mannschaft habe offensiv überzeugt und zähle zu den torgefährlichsten Teams der Liga, habe jedoch gleichzeitig „deutlich zu viele Gegentore“ kassiert. Daraus leitet er den zentralen Handlungsansatz ab: Die Defensive müsse kompakter stehen, um die spielerische Dominanz besser in Punkte umzumünzen. Trotz gelegentlicher Rückschläge versteht Rudolf Kolar den Herbst als klaren Entwicklungsschritt. In den letzten Partien setzte das Team Zeichen, die das Potenzial der Truppe unterstreichen.

Personelle Weichenstellungen und das Ziel größerer Stabilität

Auf dem Transfermarkt hat Obersiebenbrunn gezielt nachgebessert. Verstärkungen für die Abwehr sollen die Balance verbessern, im Mittelfeld wurde der Abgang von Fabian Teufl kompensiert. Zusätzlich kam ein 15-jähriger Torhüter als Perspektivspieler und Absicherung für die Zukunft dazu. Manuel Manojlovic verließ den Verein in Richtung Gänserndorf Süd.

Rudolf Kolar zeigt sich zufrieden: „Wir haben im Winter sehr gezielt agiert, um die Defensivprobleme anzugehen. Stand jetzt sind wir überzeugt, dass uns das gelungen ist.“ Auch die Stimmung im Kader beschreibt er als hervorragend – der Zusammenhalt und die menschliche Komponente seien entscheidend für die Entwicklung.

Positive Entwicklung im Umfeld und sportliche Zuversicht

Abseits des Platzes investierte der Verein in die Infrastruktur. Eine neue Flutlichtanlage modernisiert den Trainingsplatz und erleichtert die Vorbereitung. Zudem wurde die Heimkabine im Winter gemeinsam mit Spielern und Vorstandsmitgliedern renoviert. Sportlich beeindruckte im Herbst insbesondere Michal Janik, der mit 25 Treffern die Torjägerliste anführt. Beide Stürmer sind laut Rudolf Kolar Sinnbild für die Durchschlagskraft seiner Mannschaft, ordnen ihre Statistiken aber dem Teamerfolg unter.

Das Trainerteam blickt optimistisch auf den Rückrundenstart: Die Tests verliefen positiv, die Verletztenliste ist nahezu leer – wichtig sei nun vor allem, „dass alle gesund bleiben“. In der Analyse des Ligageschehens zeigt Rudolf Kolar Anerkennung für die Tabellennachbarn: Besonders SC Großengersdorf lobt er für Konstanz und Effizienz, während er Matzen und Ollersdorf als positive Überraschungen hervorhebt. Insgesamt sieht er seine Mannschaft auf dem richtigen Weg, die Lücke zur Spitze zu verkleinern – mit einem klaren Fokus: defensive Stabilität als Schlüssel zu konstanter Punktausbeute.