Sektionsleiter Christopher Hellmer ordnet das Auswärtsspiel des SC Großengersdorf beim SC Matzen in der 2. Klasse Marchfeld als verdienten 2:1-Erfolg ein. Seine Mannschaft habe die Partie über weite Strecken kontrolliert, sich ein Chancenplus erarbeitet und in einer intensiven Schlussphase auf einen starken Torhüter bauen können. Hellmer spricht von vier bis fünf klaren Möglichkeiten auf Seiten des SCG gegenüber zwei bis drei Chancen der Gastgeber sowie von viel Körpereinsatz – und einer strittigen Torlinienszene, die die Schlussphase aus seiner Sicht hätte beruhigen können.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Prinzipiell war es gerecht. Wir hatten mehr Spielanteile und hätten das Spiel früher entscheiden können. Am Ende hat unser Torhüter Schlimmeres verhindert – insgesamt war es verdient“, resümiert Hellmer. Beim Blick auf das Chancenverhältnis wird er konkret: „Auf unserer Seite hatten wir vier bis fünf Chancen, Matzen kam zu zwei bis drei – daher war der Ausgang meiner Meinung nach verdient.“
Zur Pause zog Großengersdorf eine wirkungsvolle taktische Option: „Wir wollten mehr für die Offensive machen und haben von zwei Sechsern auf zwei Zehner umgestellt“, erklärt Hellmer. Das Duell war zugleich robust geführt: „Es war spielerisch und körperlich – insgesamt sehr intensiv.“ Standards spielten nur eine Nebenrolle: „Es gab eher wenig Standardsituationen; die wenigen blieben, abgesehen vom 2:1 Führungstreffer, ungefährlich.“
Besonders diskutiert wurde eine Szene auf der Linie: „Von der Trainerbank war nicht zu sehen, ob der Ball drinnen war. Spieler wie auch Zuschauer haben gesagt, dass der Ball im Tor war.“ Aus Großengersdorfer Sicht wäre es das 3:1 gewesen – die Schlussphase wäre damit deutlich ruhiger verlaufen. Den Ausblick formuliert Hellmer pragmatisch: „Wir wollen natürlich wieder gewinnen. Nächste Woche sind wir spielfrei und in zwei Wochen werden wir mit einem neuen Trainer antreten – der klärt dann alles Weitere.“