Im Duell zwischen dem SV Ebenthal und dem SC Obersiebenbrunn in der 2. Klasse Marchfeld sprach Trainer Rudolf Kolar von einer turbulenten Partie: Seine Elf dominierte früh, verfiel nach der Pause jedoch zeitweise in ein chaotisches Kick-and-Rush. Er zeigte sich zufrieden mit der Deutlichkeit des Auswärtssiegs, haderte aber mit dem einen Gegentor und einigen strittigen Szenen. Zugleich lobte er die Wucht bei Standards, die Stabilität bei ruhenden Bällen gegen den Ball und eine insgesamt faire, sachliche Atmosphäre.

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Zu Beginn war der Plan klar und wurde konsequent umgesetzt. „Gerade in der ersten Halbzeit, vor allem in der ersten halben Stunde, wo es dann auch zügig 3:0 für uns stand, haben wir das Heft des Handelns klar übernommen und teils durch schöne Kombinationen Tore erzielt.” In diese Phase fielen die Treffer von Lubos Janik in der 8. Minute zum 1:0, von Denis Dizdarevic in der 19. Minute zum 2:0 und von Patrick Klement in der 24. Minute zum 3:0. Nach dem Seitenwechsel wurde es wilder. „Die zweite Halbzeit war dann offener und nicht mehr gut von uns. Da haben wir uns zu sehr auf ein chaotisches Kick-and-Rush-Spiel eingelassen.” In dieses offenere Spielbild passte das 4:0 durch Patrick Schillinger in der 64. Minute. Ebenthal kam durch Vladimir Girman in der 75. Minute auf 4:1 heran, ehe Michal Janik in der 84. Minute zum 5:1-Endstand traf. Der Gegentreffer ärgerte Kolar, auch weil er defensiv mehr Stabilität einforderte.
Ruhende Bälle prägten die Offensive des Siegers. „Wir haben sehr viele gefährliche Ecken oder indirekte Freistöße aus dem Halbfeld gebracht.” Eine Szene blieb besonders hängen: eine spektakuläre Dreifachchance am Fünfer, bei der der Ball gleich dreimal an die Latte geköpft wurde und die Linie wohl überquert haben könnte – letztlich ohne Anerkennung. Dazu kamen mehrfach gefährliche Stanglpässe quer durch den Fünfer, die freistehend nicht im Tor untergebracht wurden. Trotz der vielen Offensivmomente blieb die Balance bei ruhenden Bällen gegen den Ball intakt: „Defensiv bei Standards waren wir relativ stabil. Da haben wir eigentlich nichts zugelassen.”
Die Rahmenbedingungen gefielen Kolar: „Die Platzverhältnisse waren überraschend gut für die Jahreszeit.” Zur Stimmung sagte er: „Es war ein sehr gesittetes Spiel. Also von außen kam jetzt nicht irgendwie zusätzliche Emotion oder Hitze rein. Auch sonst, finde ich, ein sehr faires Spiel auf beiden Seiten.” Für die kommenden Wochen erwartet er Gegner aus der oberen Tabellenregion und fordert mehr Effizienz vorne sowie Kompaktheit hinten. Sein Schlusswort klingt wie ein Versprechen: „Im Normalfall, ich kenne meine Mannschaft, steigern wir uns mit der Schwierigkeit der Aufgabe. Deshalb bin ich sicher, dass wir da auch wieder eine gute Leistung auf den Platz bringen werden.”