In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der SCU Gars/Kamp einen klaren 4:0-Heimsieg über den USV Raika Dobersberg. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm Gars/Kamp zunehmend das Kommando und legte die Treffer zur rechten Zeit nach. "Wir waren in den ersten 25 Minuten gut im Spiel, danach hat Gars/Kamp immer mehr Druck aufgebaut", sagte Dobersbergs Trainer Klaus Doppler. Andreas Ringswirth traf doppelt, dazu schossen Markus Angenbauer und Clemens Kaiblinger die Gastgeber auf die Siegerstraße.

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Dobersberg startete ordentlich in die Partie, suchte die Duelle und fand in den ersten 25 Minuten gut hinein. "Es war anfangs ausgeglichen, beide Teams hatten Möglichkeiten. Für uns war ein Stangenschuss die beste Chance", blickte Klaus Doppler zurück. Just in dieser Phase setzte Gars/Kamp das erste Ausrufezeichen: In Minute 30 stellte Andreas Ringswirth mit einem feinen Lauf durch die Mitte auf 1:0. Der knappe Vorsprung hielt bis zur Pause, auch weil die Hausherren hinten wenig zuließen und Dobersberg aus den Halbchancen kein Kapital schlagen konnte. Nach dem Seitenwechsel legte Gars/Kamp das 2:0 nach: Markus Angenbauer traf in der 56. Minute, Clemens Kaiblinger erhöhte sieben Minuten später auf 3:0. "Mit dem zweiten Tor nach knapp einer Stunde und dem dritten danach war die Vorentscheidung gefallen", so Doppler. In der Schlussphase machte erneut Ringswirth mit dem 4:0 (76.) alles klar – der Heimsieg war am Ende deutlich und verdient.
Warum es für die Gäste nicht reichte, konnte der Dobersberger Trainer klar benennen. "Wir waren in den entscheidenden Phasen nicht aggressiv genug", sagte Doppler und ergänzte: "Wir konnten zu wenig zweite Bälle sichern und hatten immer wieder unerzwungene kleine Eigenfehler dabei." Aus solchen Momenten erwuchs nach seiner Einschätzung der Druck der Gastgeber, die in der Arbeit gegen den Ball stabil standen und vorne zielstrebig blieben. "Gars/Kamp war sehr kompakt, hat defensiv absolut nichts zugelassen, viele zweite Bälle gewonnen und war über 90 Minuten sehr aktiv und sehr, sehr zielstrebig." Genau diese Mischung machte aus einem anfangs offenen Spiel eine klare Angelegenheit. Gars/Kamp nutzte die Räume nach dem 1:0 besser, blieb am Drücker und entschied die Partie in der Stunde nach Wiederbeginn – Dobersberg hingegen kam in diesen Phasen nicht mehr ins Spiel und musste den Gastgeber ziehen lassen.
An den Unparteiischen wollte Doppler den Abend nicht festmachen. "Es gab kaum strittige Situationen, die Schiedsrichterleistung war okay und hat das Spiel in Summe nicht beeinflusst", meinte der Coach nüchtern.
In der Tabelle bleibt es trotz des klaren Resultats eng im Vorderfeld: Gars/Kamp hält Rang drei (37 Punkte), Dobersberg folgt knapp dahinter auf vier (36). Für die Waldviertler heißt das: Köpfe hoch, Lehren ziehen und die Basics schärfen – Zweikämpfe annehmen, zweite Bälle behaupten, einfache Fehler abstellen. Denn an den ersten 25 Minuten war zu sehen, dass Dobersberg in dieser Liga durchaus mithalten kann. "Wir waren lange gut dabei", sagte Doppler. Nun gilt es, die ordentliche Anfangsphase über die volle Distanz auf den Platz zu bringen und in den nächsten Runden wieder zu punkten.