In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel drehte der USV Raika Dobersberg das Heimspiel gegen den USV Groß Gerungs nach 0:1-Pausenrückstand noch zu einem 3:2-Erfolg. Matthias Weiss und Doppeltorschütze Richard Svoboda entschieden die Partie nach der Pause, ehe die Gäste in der Nachspielzeit noch einmal verkürzten. Trainer Klaus Doppler sprach von einer klaren Steigerung nach der Pause und lobte zugleich den Gegner für dessen starke erste Hälfte.

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Es war ein Spiel mit zwei Gesichtern: Vor der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel. Klaus Doppler fasste es klar zusammen: "In der ersten Halbzeit war Groß Gerungs die spielbestimmende und gefährlichere Mannschaft." Früh mussten die Dobersberger einen Eins-gegen-eins-Moment überstehen, den ihr Tormann bereinigte. Groß Gerungs blieb aber dran, kam zu weiteren Möglichkeiten und ging schließlich in Front. Das 0:1 fiel in Minute 40 durch Jonas Schulner; laut Doppler entstand der Treffer aus einer Elfersituation, "die gerechtfertigt war". Auch Dobersberg hatte vor dem Seitenwechsel eine richtig dicke Gelegenheit: Nach einer scharfen Flanke von Richard Svoboda kam ein Heimspieler per Kopf zum Abschluss, doch der Gäste-Keeper parierte stark. Nach der Pause änderte sich das Bild. "Der wichtigste Moment war der Doppelschlag nach der Pause", sagte Doppler. Innerhalb von zwei Minuten stellten Matthias Weiss (62.) und Richard Svoboda (64.) von 0:1 auf 2:1 – der Knackpunkt, der das ganze Spiel kippte.
Was machte den Unterschied nach der Pause? Der Trainer ließ daran keinen Zweifel: "In Halbzeit zwei kamen wir über Laufintensität, das kämpferische Element und generell über Leidenschaft wieder ins Spiel zurück." Dobersberg war nun das aktivere Team, blieb am Drücker und nutzte die Chancen eiskalt. Gleichzeitig ordnete Doppler die ersten 45 Minuten fair ein: "Groß Gerungs war die bessere Mannschaft und hat vielleicht verabsäumt, das zweite Tor zu machen." Weil Dobersberg die Zweikämpfe annahm und im richtigen Moment zulegte, war am Ende aus seiner Sicht ein gerechtes Resultat am Zettel: "Wir konnten das Blatt wenden und haben letztendlich einen, denke ich, doch verdienten Erfolg eingefahren." Für die Entlastung sorgte in der Schlussphase erneut Richard Svoboda, der in der 90. Minute zum 3:1 traf – ein Treffer, der die starke zweite Halbzeit der Hausherren unterstrich und die Weichen endgültig auf Sieg stellte.
Ganz ruhig wurde es dennoch nicht: Groß Gerungs steckte nicht auf und kam in Minute 90+4 durch David Sestauber noch zum 3:2-Anschluss. Mehr ließen die Dobersberger aber nicht zu, auch weil sie – anders als vor der Pause – das Geschehen kontrollierten und konsequent verteidigten. Anerkennende Worte fand Doppler auch für den Schiedsrichter: "Strittige Szenen gab es meiner Meinung nach nicht. Der Schiedsrichter bot eine hervorragende Leistung, es war alles soweit okay." Mit dem Dreier bleibt Dobersberg nach 21 Runden im Vorderfeld, aktuell bei 36 Punkten auf Platz drei, während Groß Gerungs mit 26 Zählern Rang zehn hält. Die Marschroute für die kommenden Wochen ist damit klar: auf der starken zweiten Hälfte aufbauen, die Intensität hochhalten und an den Doppelschlag nach der Pause anknüpfen. Oder wie es Doppler zusammenfasste: "Wir haben uns deutlich gesteigert und uns am Ende belohnt."