Nach einem intensiven Auswärtsauftritt bei ASKÖ Strasshof SV ordnete Esad Palos, Trainer des SV Ebenthal, die Lage in der 2. Klasse Marchfeld ein: Er sprach von einem verdienten Sieg, hob Effizienz und Defensivarbeit hervor und stellte den Teamgedanken über Einzelkritik. Seine Aussagen kreisten um genutzte Chancen, kontrollierte Spielphasen trotz weniger Ballbesitz und die Bedeutung der drei Punkte in Strasshof – inklusive Respekt für den Gegner und klarem Fokus auf das nächste Wochenende. „Der Gegner hatte vielleicht ein bisschen mehr Ballbesitz, aber Ballbesitz ist im Fußball nicht entscheidend“, betonte Palos. „Es gibt andere Spielphasen und die haben wir besser umgesetzt. Deshalb haben wir drei Punkte geholt.“

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Palos rückte unmittelbar nach dem Spiel die Balance der Spielphasen in den Mittelpunkt. Strasshof hatte aus seiner Sicht „vielleicht ein bisschen mehr Ballbesitz“, doch genau das sei für den Ausgang zweitrangig gewesen. Stattdessen hob er hervor, dass beide Seiten zu Möglichkeiten kamen, sein Team diese aber konsequenter zu Ende spielte und das eigene Tor mit großer Disziplin verteidigte. „Das Ergebnis war gerecht. Den Sieg haben wir uns ordentlich verdient“, fasste er zusammen. Den sportlichen Wendepunkt lieferte ein präziser Abschluss in der ersten Halbzeit: In der 34. Minute traf Stefan Madner zum 1:0, ehe es mit 1:0 in die Pause ging. Ebenthal verteidigte organisiert, hielt Strasshof vom Ausgleich fern und setzte die eigenen Akzente mit Pragmatismus statt mit langen Ballbesitzpassagen – ein abgeklärter, auswärts gereifter Auftritt, der die drei Punkte nicht dem Zufall überließ.
Personenkult blieb aus, stattdessen stand der Kollektivgedanke über allem. Auf die Frage nach einem Spieler des Tages verzichtete Palos auf Namen und stellte das Wir über das Ich: „Unser Mann des Spiels ist die ganze Mannschaft. Wir verlieren und wir gewinnen immer zusammen – das ist unser Vorbild.“ Auch taktisch unterstrich Palos diesen Ansatz: „Alle anderen Spielphasen außer Ballbesitz haben wir gut umgesetzt. Unser Matchplan hat gegriffen und ich kann meinen Spielern nur gratulieren.“ Die Mannschaft folgte den Vorgaben, hielt dem Druck in Strasshof stand und setzte mit dem entscheidenden Nadelstich durch Madner das Momentum auf ihre Seite.
Der Respekt vor der Aufgabe in Strasshof war spürbar, die Anerkennung für den Gegner ausdrücklich. „Der Gegner hat gut gespielt“, sagte Palos. „Sie hatten fünf Siege aus fünf Spielen – und haben gegen uns verloren. Das macht uns besonders stolz. Punkte in Strasshof zu holen, ist nicht so einfach.“ Gleichzeitig blendete er die Realität des Alltags nicht aus: „Wir haben ein paar leichte Verletzungen und kämpfen die ganze Zeit mit solchen Problemen. Aber wir bereiten uns auf jedes Match vor und gehen Spiel für Spiel. Wir gehen immer auf drei Punkte. Nächstes Wochenende kommt der Tabellenführer zu uns, und wir werden uns sicher gut vorbereiten und alles herausholen, was möglich ist.“ Zum Schluss betonte Palos die faire Note des Abends: „Ich möchte mich bei ASKÖ Strasshof SV für eine gute und faire Partie bedanken und wünsche dem Verein alles Gute für die Zukunft.“