Im Duell der 2. Klasse Marchfeld zwischen SC Obersiebenbrunn und SV Großschweinbarth blieb nach einem intensiven Abend eine Mischung aus Zufriedenheit und Ärger über verpasste Chancen. Trainer Rudolf Kolar sprach von einem gerechten Ausgang, betonte jedoch, dass sein Team dem vollen Erfolg „ein bisschen nachgeharrt“ habe – wegen der Tabellensituation und weil nach der frühen Führung weitere Möglichkeiten sowie zwei Aluminiumtreffer ungenützt blieben. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Hin und Her mit vielen langen Bällen.

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Kolar ordnete das Remis klar ein: „Aus meiner Sicht war es unterm Strich gerecht.“ Die Gastgeber legten vor, als Michal Janik in der 14. Minute zum 1:0 traf; Rene Stejskal glich in der 35. Minute zum 1:1 aus, das bis zur Pause Bestand hatte. Im Ballbesitz sah Kolar über die gesamte Partie eine ausgeglichene Angelegenheit. Mit zunehmender Müdigkeit wurde die Begegnung in Halbzeit zwei zum dynamischen Schlagabtausch mit vielen hohen Bällen und weniger Kontrolle im Mittelfeld.
Obersiebenbrunn witterte vor dem Seitenwechsel das 2:0. Um die 30. Minute lief ein Stürmer frei durch und versuchte den Lupfer über den Tormann, setzte den Ball jedoch neben das Tor. Dazu kam Pech an der Stange – zweimal Aluminium. Trotz des späteren Drucks des Gegners hielt Kolar fest: „Unterm Strich hatten wir die klareren Chancen.“ Herausragend präsentierte sich Eddi Romanic im Zentrum: Der Sechser hielt das Mittelfeld zusammen, strahlte bei Standards Gefahr aus und köpfelte einmal an die Stange. „Er war der emotionale und teilweise auch spielerische Leader, der die Mannschaftsteile zusammengehalten hat“, lobte Kolar.
Die Gäste überzeugten mit Einsatz und individueller Klasse. „Deswegen war das Spiel auf Messers Schneide. Gegen sie ist es immer intensiv. Sie haben auf gewissen Positionen sehr hohe individuelle Qualität“, würdigte Kolar. Taktisch überraschte Großschweinbarth in der Grundordnung, doch Obersiebenbrunn stellte sich im Verlauf gut darauf ein. Das passt zur Situation im Vorderfeld, in dem Großschweinbarth vor Obersiebenbrunn rangiert. Personell gab es weitgehend Entwarnung – abgesehen von einem Langzeitverletzten ist der Kader fit. „Im Endeffekt darfst dich nicht beschweren – das Ergebnis geht so in Ordnung“, resümierte Kolar.