Beim Duell des ATSV Weikendorf mit Fortuna Untersiebenbrunn in der 2. Klasse Marchfeld sprach Trainer Christian Ratschka nach dem 5:2-Auswärtssieg von einer Mischung aus Erleichterung und Selbstkritik. Sein Team habe die Partie nach frühem 0:1-Rückstand gedreht, er lobte Intensität und Kollektiv, haderte aber mit der Entstehung der Gegentore. Ratschka sprach von einer „richtigen Schlacht“, genoss die Atmosphäre – und nannte den Abend einen besonderen Meilenstein für Verein, Mannschaft, Betreuerteam und Fans.

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Weikendorf erwischte den besseren Start: Valentin Kowatschitsch stellte aus Fortuna-Sicht früh auf 0:1 (5.). Die Antwort der Gäste folgte prompt: Lukas Gherasim glich in der 10. Minute zum 1:1 aus, ehe Tobias Hack die Partie drehte und auf 2:1 stellte (21.). Weikendorf kam noch einmal zurück – Filip Jankovic egalisierte zum 2:2 (29.). Kurz vor der Pause setzte Valentin-Ilie Achimescu das nächste Ausrufezeichen und traf zur 3:2-Führung (42.). Nach dem Seitenwechsel legte erneut Gherasim zum 4:2 nach (60.), in der Schlussphase machte Achimescu mit dem 5:2 den Deckel drauf (86.). Ratschkas Fazit: „Wir hatten mehr Ballbesitz, beide Mannschaften haben stark gekämpft – eine richtige Schlacht. Am Ende war der Sieg verdient, auch in der Höhe.“
In der Bewertung der Leistungen hob der Coach zwei Akteure hervor, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren: Alexander Kucera überzeugte mit Ruhe und Präsenz, Lukas Gherasim glänzte als Motor im Umschaltspiel und zweifacher Torschütze. Zugleich betonte Ratschka die mannschaftliche Geschlossenheit: „Es war heute eine komplett solide Mannschaftsleistung. Kämpferisch absolut top.“ Genau diese Mischung aus Disziplin, Laufbereitschaft und Wille ließ das Spiel nach dem frühen Rückstand kippen.
Trotz der offensiven Durchschlagskraft blieb Ratschka selbstkritisch: Nach dem 5:2 sei man mit dem Auftritt nach vorne sehr zufrieden, die Gegentore seien jedoch „zu einfach“ gefallen. Überschattet wurde der Abend durch eine Knieverletzung von Christian Ratschka, der zur Abklärung ins Spital musste und vorerst nicht zur Verfügung steht. Umso emotionaler fiel das Schlusswort des Trainers aus: „Wunderschön, dass es unser erster Saisonsieg ist – ich freue mich für den ganzen Verein und unsere Fans. Wir machen weiter: Unsere Reise ist noch nicht beendet.“