Aus Ebenthaler Sicht überwiegt nach dem Duell mit dem Tabellenführer die Genugtuung: Esad Palos bezeichnet den 3:2-Erfolg von SV Ebenthal gegen SG Ulrichskirchen als verdient – sein Team setzte den Plan mit bewusstem Ballbesitzverzicht und schnellen Umschaltmomenten konsequent um. In der 2. Klasse Marchfeld entwickelte sich eine konzentrierte, faire Partie, die Stimmung nach Abpfiff war gelöst und von sichtbarem Stolz geprägt.

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Palos ordnete den Nachmittag klar über den Matchplan ein: „Ballbesitz ist wichtig, aber wir haben dem Gegner bewusst mehr davon überlassen und nach Ballgewinnen schnell umgeschaltet. Das war unser Plan – und er ist aufgegangen.“ Früh im Spiel ließ Ebenthal bei 0:0 eine große Chance aus, blieb aber ruhig. Ulrichskirchen nutzte zunächst seine Momente: Emanuel Libiseller stellte mit Treffern in der 37. und 51. Minute auf 0:1 und 0:2. Ein Gegentor fiel nach einer Standardsituation – für Palos ein Arbeitsauftrag, ohne die Stabilität grundsätzlich infrage zu stellen.
Mit wachsender Überzeugung drehte Ebenthal das Spiel genau im skizzierten Rhythmus. Aus energischen Ballgewinnen und direktem Spiel ins letzte Drittel setzte die Mannschaft die entscheidenden Nadelstiche: Adam Rusnak verkürzte in Minute 66 auf 1:2, kurz darauf glich Radoslav Sekac in der 69. Minute zum 2:2 aus, ehe Stefan Madner in der 75. Minute das 3:2 fixierte. Das Comeback fußte auf taktischer Disziplin, Geduld und einem geschlossenen Auftritt.
Auch die Rahmenbedingungen bekamen ein positives Zeugnis. „Es war alles korrekt von beiden Seiten, der Schiedsrichter leitete gut.“ Mit Blick nach vorn bleibt Palos nüchtern: „Wir bereiten uns wie immer ordentlich vor. Es wird nicht einfach – wir treffen auf das Schlusslicht, das heute auswärts den ersten Sieg geholt hat. Solche Pflichtaufgaben sind tückisch, aber wir wollen wieder drei Punkte.“
Zum Abschluss unterstrich er Teamgeist und Respekt vor dem Gegner: „Ich gratuliere meiner Mannschaft zu einer sehr guten Teamleistung und wünsche Ulrichskirchen alles Gute im Titelkampf. Wir gehen Woche für Woche unseren Weg und wollen das Maximum herausholen.“