Auswärtssieg in der 2. Klasse Marchfeld: Der SC Obersiebenbrunn unterlag dem FC Gänserndorf-Süd mit 0:1. Entscheidend war ein früher Standard, den Vasilije Cimic verwertete, und danach viel Arbeit gegen einen schnellen, offensiven Gegner. Trainer Dino Hodzic sprach nach dem Schlusspfiff von einem verdienten Dreier und hob vor allem den unbedingten Einsatz seiner Mannschaft hervor. Gleichzeitig blieb er ehrlich: Die Teamleistung passte, die Kondition wackelte in der Schlussphase – und genau daran will Gänserndorf-Süd weiter arbeiten.
Gänserndorf-Süd erwischte in Obersiebenbrunn den besseren Start und lag schon nach zehn Minuten vorne: Vasilije Cimic traf zum 0:1 und gab dem Spiel damit früh eine Richtung. Bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Führung, weil die Gäste in den Zweikämpfen präsent waren und die Räume gut schlossen. Trainer Dino Hodzic war mit dem Auftritt von Beginn an einverstanden: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Den Siegtreffer ordnete er klar ein: „Ein sehr schönes Freistoßtor: Der Ball wurde quergelegt und Vasilije Cimic hat schön verwandelt.“ Für die Gäste war dieser frühe Moment ein Fixpunkt, an dem sie sich festhalten konnten – Ruhe am Ball, klare Abstände, wenig Risiko und das 0:1 souverän in die Kabine getragen.
Nach dem Seitenwechsel blieb es eng, weil Obersiebenbrunn mit Tempo und viel Vorwärtsdrang anrannte. Genau das hatte Hodzic erwartet: „Obersiebenbrunn ist ein sehr starker Gegner, sehr offensiv, sehr schnell. Sie hatten natürlich ihre Möglichkeiten.“ Gänserndorf-Süd antwortete mit Disziplin und Kompaktheit – und mit dem, was der Trainer als Schlüssel ausgemacht hatte: „Der Wille. Die Mannschaft hat sehr konzentriert gespielt.“ Ehrlich klang auch sein Blick auf die Schlussphase: „Ab der 60. Minute merkt man, dass wir konditionell noch nicht so fit sind wie die anderen.“ Trotz schwindender Kräfte blieb die Ordnung weitgehend stabil, zweite Bälle wurden energisch attackiert, und das 0:1 zur Halbzeit stand auch nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel.
Hodzic sprach nach dem Abpfiff nicht nur über den Moment, sondern auch über den Weg seiner Mannschaft. „Die Teamarbeit hat sehr gut gepasst“, sagte er und stellte den Unterschied zum Gegner deutlich heraus: „Der Wille war bei uns viel größer, dazu der Kampfgeist. Wir haben nicht patschert gespielt, wir haben gekämpft.“ Im Rückblick auf die vergangenen Wochen klang Erleichterung mit: „Wir haben oft gut gespielt, aber öfter Pech gehabt. Meistens haben wir sogar geführt, doch die Kondition macht dann den Unterschied.“ Umso wertvoller wirkt dieser Auswärtssieg beim Fünften der Liga.
Der Trainer bleibt zugleich konsequent: „Das holen wir in der nächsten Saison auf jeden Fall nach, ich vertraue meiner Mannschaft.“ Ein verdienter Sieg, ein klarer Arbeitsauftrag – und das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.