Spielberichte

Herbert Nürnberger (Trainer SC Großengersdorf): "Das Angenehmste waren noch die drei Punkte"

Fortuna Untersiebenbrunn
SC Großengersdorf

In der 2. Klasse Marchfeld holte der SC Großengersdorf bei Fortuna Untersiebenbrunn einen 3:1-Auswärtssieg. Nach einem Start nach Maß führten die Gäste bereits zur Pause 3:0, ehe nach dem Seitenwechsel ein deutlicher Bruch ins Spiel kam. Trainer Herbert Nürnberger freute sich über die Punkte, sparte aber nicht mit Kritik an Halbzeit zwei. Die frühe Führung legte den Grundstein, Brian Brem legte per Standard doppelt nach; später spielte Großengersdorf in Unterzahl und die Fortuna verkürzte. Nürnberger brachte es auf den Punkt: „Das Angenehmste waren noch die drei Punkte.“

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Start nach Maß: Drei Tore vor der Pause

Großengersdorf erwischte den Traumstart, den sich jeder Auswärtscoach wünscht. „Wir haben sehr stark begonnen“, schilderte Herbert Nürnberger. Bereits in Minute 2 traf Nicolae-Alin Imbre zum 0:1 – der Trainer sprach von „einer schönen Kombination, die Nicolae Imbre trocken abgeschlossen hat“. Es blieb nicht bei der frühen Führung: In der 13. Minute erhöhte Brian Brem, laut Nürnberger „ein direkter Corner von Brem“. Noch vor der Halbzeit legte der Standardschütze nach und traf in Minute 35 per Freistoß zum 0:3. „Wir hatten das Spiel klar im Griff und Chancen auf mehr Tore“, so Nürnberger zur starken ersten Hälfte seiner Mannschaft.

Nach der Pause reißt der Faden – Rot und Gegentor

Mit Wiederbeginn kippte die Stimmung beim Gäste-Trainer. Nürnberger nahm kein Blatt vor den Mund: „Über die zweite Halbzeit lege ich den Mantel des Schweigens. Ich bin sprachlos über die Leistung.“ Er präzisierte, was ihn geärgert hat: „Es war nicht zum Anschauen. Keine Laufbereitschaft, keine Zweikämpfe, keine spielerischen Mittel.“ In der 75. Minute kam zusätzliche Schärfe hinein, als Großengersdorfs Lukas Mauser die Rote Karte sah. Nur zwei Minuten später nutzte die Heimelf die zahlenmäßige Überlegenheit: Sadettin Kuzu stellte in Minute 77 auf 1:3. Trotz des Dämpfers brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit und nahmen die drei Zähler mit.

Trainerfazit zwischen Freude und Ärger – klare Worte nach dem Sieg

Nürnbergers Bilanz fiel zweigeteilt aus. „Im Grunde genommen haben wir das Spiel im Griff gehabt. Nur die zweite Halbzeit war unterirdisch“, sagte der Coach und wiederholte: „Das Angenehmste waren noch die drei Punkte.“ Zum Gegner wollte er sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Schwer zu beurteilen“, meinte er knapp. Auch sonst gab es laut Nürnberger keinen besonderen Aufreger: „Es ist eigentlich alles normal abgelaufen.“ In der Tabelle bleibt Großengersdorf im Spitzenfeld und spielt oben mit, während Untersiebenbrunn weiterhin im Tabellenkeller steckt. Für die Gäste war es ein Pflichtsieg mit Beigeschmack – ein starker erster Durchgang, dann viel Luft nach oben für die Trainingswoche.

2. Klasse Marchfeld: Fortuna Untersiebenbrunn : Großengersdorf - 1:3 (0:3)

  • 77
    Sadettin Kuzu 1:3
  • 35
    Brian Brem 0:3
  • 13
    Brian Brem 0:2
  • 2
    Nicolae-Alin Imbre 0:1