In der 2. Klasse Marchfeld hat der SC Breitensee gegen den SV Gänserndorf einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Nach einer torlosen ersten Hälfte schlug Adrian Rrahmani zunächst für die Gäste zu, ehe Dusan Krcho und Manfred Steiner die Partie noch wendeten. Für Mathias Pinsolitsch war vor allem die deutlich solidere Defensivleistung und die Reaktion nach dem Rückstand der Schlüssel zum Erfolg.

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Vom Anpfiff weg sah Mathias Pinsolitsch eine ausgeglichene Partie, in der der SC Breitensee zwar etwas mehr Spielanteile hatte, sich daraus aber zunächst zu wenig Zwingendes ergab. Gerade im Vergleich zur Vorwoche war für ihn dennoch ein klarer Unterschied zu erkennen. "Die erste Halbzeit war im Vergleich zum Spiel gegen ASKÖ Strasshof SV eine solide Defensivleistung", sagte der Sektionsleiter-Stellvertreter. Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab, klare Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten rar. "Hundertprozentige Offensivchancen gab es nicht viele", ordnete Pinsolitsch ein. Gesprächsstoff gab es aus Sicht der Gastgeber dennoch, weil ein Breitenseer Treffer wegen Abseits aberkannt wurde. Pinsolitsch hielt diese Entscheidung für "sehr fragwürdig" und war überzeugt, dass der eigene Spieler dabei nicht im Abseits gestanden hatte. So blieb es zur Pause beim 0:0.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann doch noch jene Wendung, die das Ergebnis erklärt. In der 60. Minute brachte Adrian Rrahmani den SV Gänserndorf mit 1:0 in Führung. Pinsolitsch beschrieb diese Phase mit einem Satz, der seine Sicht auf die aktuelle Lage gut zusammenfasst: "Aktuell wirkt es so, als würden wir bei jedem Fehler bestraft werden." Gerade deshalb bewertete er die Antwort seiner Mannschaft umso höher. Er hob hervor, dass Dusan Krcho ab der 55. Minute auf der Zehnerposition spielte und gemeinsam mit Manfred Steiner an der Wende entscheidend beteiligt war. In der 72. Minute gelang Krcho der Ausgleich, nur vier Minuten später legte Steiner das 2:1 nach. "Nach dem 1:0 zeigte die Mannschaft eine deutliche Reaktion und konnte binnen vier Minuten das Spiel drehen", sagte Pinsolitsch. Genau diese Phase gab dem Spiel aus Breitenseer Sicht die Richtung.
Auch nach dem Schlusspfiff rückte Pinsolitsch vor allem Manfred Steiner in den Mittelpunkt. "Ich möchte noch einmal die hervorragende Leistung von Manfred Steiner hervorheben, der mit seiner individuellen Leistung das Spiel gedreht hat", sagte er. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner knapp, aber respektvoll ein. Den SV Gänserndorf beschrieb er als "kompakt" und verwies auf "individuell gute Spieler". Besonders der Gästekeeper hinterließ bei ihm Eindruck. "Der Tormann hat für mich einen sehr starken Tag gehabt. Den einen oder anderen Schuss von uns konnte er gut parieren", meinte Pinsolitsch. Damit blieb unter dem Strich ein Heimsieg, der für den SC Breitensee nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig ist. Aus Sicht des Vereins zeigte die Mannschaft deutlich mehr Kampf als zuletzt, verteidigte stabiler und belohnte sich nach dem Rückstand mit einer klaren Reaktion. Nach zwei Runden hält der SC Breitensee damit bei drei Punkten.