Im Spitzenspiel der 2. Klasse Marchfeld hat sich ASKÖ Strasshof SV am Freitagabend dem Footbao Gänserndorf-Süd mit 2:3 geschlagen geben müssen. Für Trainer Dino Hodzic war der Derby-Sieg verdient, weil seine Mannschaft nach seiner Einschätzung von Beginn an das aktivere Team war, taktisch sauber stand und sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen ließ.

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Hodzic hatte nach dem Schlusspfiff ein klares Bild von diesem Abend. „Von Anfang an haben wir gut gespielt, gut attackiert, nichts anbrennen lassen und das Spiel kontrolliert. Es war ein verdienter Sieg, der auch viel höher hätte ausfallen können“, sagte der Trainer der Gäste. Der Spielverlauf gab seiner Einschätzung jedenfalls eine klare Struktur. In der 23. Minute brachte Vasilije Cimic Footbao Gänserndorf-Süd mit 1:0 in Führung. Strasshof fand durch Thomas Sild in der 29. Minute zwar die Antwort und stellte auf 1:1, doch auch darauf reagierten die Gäste sofort. Nur vier Minuten später traf Antonio Sucic zum 1:2, womit Footbao Gänserndorf-Süd die erste Hälfte wieder auf seine Seite zog und mit einer Führung in die Pause ging.
Genau diese Reaktion nach dem Ausgleich war für Hodzic ein Zeichen dafür, wie konzentriert seine Mannschaft an diesem Freitag unterwegs war. „Taktisch sind wir gut gestanden. Da waren wir einfach die überlegene Mannschaft. Man hat gesehen, dass wir unbedingt den ersten Platz und das Derby gewinnen wollten“, meinte er. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste noch einmal nach. Steve Boldea erhöhte in der 60. Minute auf 3:1 und verschaffte dem Tabellenführer damit ein Polster, das wichtig werden sollte. Strasshof kam durch Christoph Statzberger in der 75. Minute noch auf 2:3 heran, mehr ließ Footbao Gänserndorf-Süd aber nicht mehr zu. Besonders zufrieden zeigte sich Hodzic mit der Art, wie seine Mannschaft die Treffer herausspielte: „Alle drei Tore waren wunderschön und herausgespielt.“
Im Mittelpunkt seiner Analyse stand aber nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die mannschaftliche Leistung. „Der Wille, der Siegeswille und der Kampfgeist waren da. Wir waren wirklich wie eine Einheit, eine Mannschaft“, sagte Hodzic. Gerade weil er Strasshof als starken Gegner einstufte, wog dieser Sieg für ihn umso mehr. „Es war ein starker Gegner, aber sie hatten kaum Möglichkeiten. Wir haben das Spiel kontrolliert und gut gemacht. Gegen so einen starken Gegner so zu spielen – Hut ab vor meiner Mannschaft.“ Ganz ohne Diskussionen ging die Partie aus seiner Sicht dennoch nicht über die Bühne. Hodzic verwies auf zwei Abseitsentscheidungen, die mögliche Alleingänge gestoppt hätten, und sah auch den Elfmeter für Strasshof nicht als klaren Strafstoß. Am Grundtenor seiner Einordnung änderte das für ihn aber nichts.
Unterm Strich nahm Footbao Gänserndorf-Süd also genau das mit, was der Trainer vor dem Derby unbedingt wollte: die Punkte, den ersten Platz und das gute Gefühl nach einem direkten Duell ganz vorne. Die Tabelle unterstreicht das zusätzlich, denn nach sieben Runden bleibt Footbao Gänserndorf-Süd mit 17 Punkten an der Spitze und weiterhin ungeschlagen. Auch das hob Hodzic ausdrücklich hervor, als er sagte: „Man sieht es ja auch in der Tabelle, wir sind momentan Erster und die einzige Mannschaft in der Liga, die ungeschlagen ist.“ Dass dazu auch noch die Stimmung gepasst hat, rundete den Abend für ihn ab. „Die Stimmung war sehr, sehr gut. Unsere Fans waren klasse, die Mannschaft sowieso. Es war ein schöner Freitag.“ Viel treffender ließ sich dieser Derby-Abend aus Sicht der Gäste kaum zusammenfassen.