In der 2. Klasse Marchfeld hat sich ATSV Weikendorf am Samstag bei Fortuna Untersiebenbrunn mit 0:1 geschlagen geben müssen. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Florian Linhart die Partie in der 56. Minute. Aus Sicht von Weikendorfs Co-Trainer Karl Ehrenstrasser war es ein enges, ausgeglichenes Spiel, in dem am Ende vor allem die Chancenverwertung den Unterschied gemacht hat.

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Vieles sprach in diesem Spiel lange dafür, dass sich beide Mannschaften nur wenig nehmen würden. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau diesen Eindruck schilderte auch Karl Ehrenstrasser nach dem Schlusspfiff. „Es waren zwei gleiche Mannschaften. Wir haben von den Torchancen her vielleicht ein bissl mehr gehabt, aber an und für sich war es ein ausgeglichenes Match“, sagte der Weikendorfer Co-Trainer. Damit war der Verlauf der Partie gut beschrieben: kein einseitiger Nachmittag, sondern ein Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend werden konnten. Weikendorf sah sich also keineswegs klar unterlegen, sondern auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Gerade deshalb wog es aus Sicht der Gäste schwer, dass sie aus ihren Möglichkeiten vorerst nichts Zählbares machten und mit einem 0:0 in die Kabine gingen.
Entschieden wurde die Begegnung dann kurz nach der Pause. In der 56. Minute traf Florian Linhart zum 1:0 für Untersiebenbrunn, und genau diese Szene blieb aus Sicht von Ehrenstrasser der zentrale Moment des Nachmittags. „Wir haben den Ball von hinten rausspielen wollen, dann einen Ballverlust gehabt, und dann ist es recht schnell gegangen mit einer Flanke“, schilderte er die Entstehung des Gegentreffers. Viel mehr brauchte es in einer so engen Partie letztlich nicht. Weil beide Mannschaften laut Weikendorfs Co-Trainer ziemlich gleich stark waren, bekam dieses eine Tor besonderes Gewicht. Ehrenstrasser formulierte es entsprechend nüchtern: „Untersiebenbrunn hat eine Chance genutzt, wir haben keine genutzt. Das war der Unterschied.“ Dazu kam sein ehrliches Eingeständnis, dass der Treffer gut gemacht war: „Das Tor war schön.“
Dass Weikendorf diese Niederlage nicht einfach abhaken konnte, lag vor allem daran, dass der Ausgleich aus Sicht der Gäste durchaus in der Luft lag. Ehrenstrasser verwies ausdrücklich auf die große Möglichkeit in der 80. Minute: „Wir haben in der 80. Minute einen Lattenerschuss gehabt. Der ist nicht reingegangen.“ Dazu seien noch weitere Chancen gekommen, die ungenutzt blieben. Genau dort setzte seine Analyse auch an, denn auf die Frage, was bei seiner Mannschaft nicht wie gewünscht funktioniert habe, fiel die Antwort knapp, aber eindeutig aus: „Die Chancenauswertung.“ In Summe blieb deshalb das Gefühl zurück, dass ein Punkt möglich und vielleicht sogar verdient gewesen wäre. „Im Endeffekt wäre ein Unentschieden gerechter gewesen“, meinte Ehrenstrasser. Diskussionen abseits des Sportlichen wollte er dagegen keine aufmachen. Zum Unparteiischen sagte er klar: „Der Schiedsrichter war sehr gut.“
Am Ende stand für Weikendorf zwar ein 0:1, aus den Aussagen des Co-Trainers sprach aber weniger Frust über einen schwachen Auftritt als vielmehr Ärger über eine verpasste Möglichkeit. Wenn zwei Mannschaften auf ähnlichem Niveau unterwegs sind, entscheidet oft genau das, was Ehrenstrasser mehrfach angesprochen hat: die eine genutzte Chance auf der einen Seite und die fehlende Konsequenz auf der anderen. So blieb den Gästen nur die Erkenntnis, dass sie in dieser Partie nahe dran waren, sich dafür aber nicht belohnten. „Sonst waren die Mannschaften ziemlich gleich“, sagte Ehrenstrasser noch einmal. Gerade deshalb dürfte bei Weikendorf das Gefühl überwiegen, dass in Untersiebenbrunn mehr möglich gewesen wäre, wenn die eigenen Möglichkeiten konsequenter genutzt worden wären.