In der 2. Klasse Marchfeld hat der SV Gänserndorf gegen den SC Marchfelder Bank Ollersdorf mit 1:2 verloren, nachdem die Gäste in der 86. Minute noch zugeschlagen haben. Für Ollersdorfs Obmann Wilhelm Albrecht war es „ein Spiel auf Augenhöhe mit dem glücklichen Ende für uns“. Genau so entwickelte sich die Partie auch: wenige Chancen, ein schneller Schlagabtausch vor der Pause und eine späte Entscheidung durch Teofil Palka.

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Die klarsten Ausschläge kamen in dieser Partie rund um die Pause. In der 40. Minute brachte Georg Pratsch die Gäste mit 1:0 in Führung und verschaffte Ollersdorf damit jenes kleine Plus, das in einem so engen Spiel oft schon viel wert ist. Lange halten konnte der SC diesen Vorsprung aber nicht, denn Gänserndorf antwortete sofort: Marcin Szmidt stellte in der 43. Minute auf 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen, und weil sich das Bild nach dem Seitenwechsel nicht grundlegend änderte, blieb die Begegnung bis tief in die Schlussphase offen. Erst in der 86. Minute fiel die Entscheidung, als Teofil Palka das 2:1 für Ollersdorf erzielte.
Albrechts Einordnung nach dem Schlusspfiff war entsprechend nüchtern und sehr klar. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem glücklichen Ende für uns“, sagte der Ollersdorfer Obmann und traf damit den Kern dieses Nachmittags ziemlich genau. Viel Unterschied zwischen den beiden Mannschaften wollte er über die gesamten 90 Minuten nicht gesehen haben. „Eigentlich hatte ich das ganze Spiel nicht das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt. Es gab auf beiden Seiten Chancen, aber nicht sehr viele. Es war ausgeglichen.“ Gerade diese Aussage erklärt auch, warum das späte 2:1 so schwer wog: nicht, weil Ollersdorf die Partie dominiert hätte, sondern weil in einem offenen Spiel ein Treffer kurz vor Schluss den Ausschlag gab. Dass Albrecht den Gegner ausdrücklich stark nannte, passt ebenfalls dazu. „Sie waren spielerisch sehr stark, eine sehr gute Mannschaft.“
Umso höher bewertete Albrecht den Auftritt seiner eigenen Mannschaft, weil die Voraussetzungen aus seiner Sicht alles andere als einfach waren. „Vier Spieler haben gefehlt, und die Mannschaft hat trotzdem alles gegeben“, sagte er und rückte damit weniger einzelne Aktionen als das gesamte Gefüge in den Mittelpunkt. Genau dort sah er die größte Stärke seiner Elf. Für die kommenden Aufgaben rechnet er allerdings nicht mit viel Entspannung in personeller Hinsicht. „Momentan können wir nicht sehr viel verbessern, weil nach dem gestrigen Spiel wieder zwei Spieler verletzungsbedingt ausgefallen sind. Wir müssen mit den vorhandenen Mitteln weiterkämpfen.“ Dieser Auswärtssieg in Gänserndorf dürfte für Ollersdorf daher vor allem deshalb wertvoll sein, weil er in einer engen Partie mit großem Einsatz und einem späten Treffer zustande gekommen ist.