In der 2. Klasse Marchfeld hat der SCU Obersdorf/P. gegen den SC Markgrafneusiedl mit 2:3 verloren. Die Gäste gerieten früh in Rückstand, drehten die Partie aber noch vor der Pause und legten direkt nach Wiederbeginn nach. Trainer Richard Petrik sprach danach von der erhofften Reaktion und sah vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung sowie starke Paraden des eigenen Tormanns als Basis für den Auswärtssieg.

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Für Markgrafneusiedl begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Schon in der 5. Minute brachte Thomas Neid die Hausherren mit 1:0 in Führung. Petrik machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft damit zunächst keinen guten Start erwischt hatte. „Das Spiel hat nicht so gut begonnen. Wir sind früh 0:1 in Rückstand geraten“, sagte der Trainer. Umso wichtiger war aus seiner Sicht die Reaktion, die diesmal sofort kam. Bereits in der 8. Minute glich Kadir Sarac zum 1:1 aus. Petrik hob bei dieser Szene die Vorarbeit hervor und formulierte es so: „Das 1:1 war sehr gut gemacht vom Rade, ein guter Stanglpass zur Mitte.“ Markgrafneusiedl blieb danach dran und belohnte sich noch vor der Pause mit der Führung. In der 27. Minute traf Süleyman Altintas zum 1:2. Genau diese Antwort auf den frühen Rückstand war für Petrik der Punkt, den er von seiner Mannschaft sehen wollte. „Wir wollten gegen letzte Woche einfach eine Reaktion zeigen“, sagte er, und genau diese Reaktion bekam er nach dem Fehlstart zu sehen.
Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nach und verschafften sich damit eine gute Ausgangsposition. Schon in der 46. Minute erzielte erneut Kadir Sarac das 1:3, diesmal per direktem Freistoß. Petrik sparte auch hier nicht mit Lob: „Das 3:1 vom Kadir war ein direkter Freistoß, super gesetzt.“ In dieser Phase schien Markgrafneusiedl das Spiel gut im Griff zu haben, auch weil die Mannschaft laut ihrem Trainer die richtigen Momente zum Pressen fand und taktisch lange sehr ordentlich stand. Trotzdem blieb die Partie offen, weil die Gäste es verabsäumten, den entscheidenden vierten Treffer nachzulegen. „Wir haben verpasst, den Deckel draufzumachen. Mit dem 4:1 haben wir zwei gute Chancen vorgefunden“, erklärte Petrik. Damit blieb Obersdorf in der Partie und kam in der Schlussphase noch einmal auf. Der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Thomas Neid in der 89. Minute passte dazu, dass die Gastgeber in den letzten zwanzig Minuten noch einmal Druck machten. „Da war Obersdorf noch am Drücker“, sagte Petrik. Ganz gekippt ist das Spiel aber nicht mehr, weil die Gäste bis zum Ende dagegenhielten.
Dass Markgrafneusiedl den Vorsprung am Ende über die Zeit brachte, hing für Petrik nicht nur an den drei Toren, sondern auch an der Arbeit gegen den Ball und am eigenen Tormann. „Wir haben als Mannschaft wieder gezeigt, was wir können“, sagte der Trainer und nannte dazu einen wesentlichen Grund: „Unser Tormann hat auch zwei, drei gute Paraden gezeigt, die der Mannschaft natürlich einen starken Rückhalt gegeben haben.“ Insgesamt war Petrik mit der Ordnung seines Teams über weite Strecken zufrieden. „Über siebzig Minuten sind wir taktisch sehr gut gestanden und haben die richtigen Momente zum Pressen genutzt“, bilanzierte er. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte. Obersdorf sei „absolut kein schlechter Gegner“ gewesen und habe vor allem mit guten Diagonalbällen immer wieder versucht, gefährlich zu werden. Dass es am Ende dennoch zum Auswärtssieg reichte, führte Petrik auf zwei Dinge zurück: „Wir haben offensiv einfach mehr Qualität gehabt, und der Wille war bis zum Schluss da.“ Dazu kam noch ein Lob an den Unparteiischen, das im Unterhaus nicht alltäglich ist. „Heute muss ich wirklich sagen, wir haben einen sehr guten Schiedsrichter gehabt. Er hat das Spiel gut geleitet“, meinte Petrik. Für Markgrafneusiedl ist dieser Erfolg damit mehr als nur ein knappes 3:2. Nach sieben Runden stehen 15 Punkte zu Buche, und aus Sicht des Trainers war es vor allem die erhoffte Antwort seiner Mannschaft auf die Woche davor.