In der 2. Klasse Mostviertel steht Rene Hollnsteiner als Sportlicher Leiter von SV Leiben vor einer intensiven Phase des Neuaufbaus. Nach einer schwierigen Hinrunde mit Platz zehn und zuletzt gemischten Ergebnissen – darunter ein 2:1 auswärts, ein 0:4, ein 4:4, ein 1:3 und ein 3:0-Erfolg in der Fremde – wurde im Verein vieles neu ausgerichtet. Hollnsteiner erläutert den eingeschlagenen Weg, spricht über den Trainerwechsel und die Integration junger Spieler, die den Blick klar in Richtung Zukunft richten lassen.

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Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der ersten Saisonhälfte entschied sich der Verein zu einem tiefgreifenden Umbruch. Hollnsteiner: „Wir haben uns von den Legionären getrennt und auch vom Trainer. Jetzt haben wir einen neuen Trainer und wollen unserer jungen Truppe frischen Wind verleihen.“
Der neue Coach soll gemeinsam mit Alexander Gerlich und Florian Hubmaier, die das U23-Trainerteam bilden und zusätzlich in der Kampfmannschaft unterstützen, neue Impulse setzen. Der Fokus liegt klar auf der Entwicklung eigener Talente und einer nachhaltigen Struktur für die kommenden Spielzeiten.
Auch wenn der SV Leiben tabellarisch derzeit auf Rang zehn verharrt, zeigen die jüngsten Auftritte, dass Fortschritte erkennbar sind. Hollnsteiner berichtete von einem gelungenen Start in die Vorbereitung: „Wir hatten ein gutes erstes Testspiel, in dem wir in den ersten 60 Minuten sehr ordentlich gespielt haben. Wir blicken positiv in die Zukunft.“
Die Stimmung im Team ist trotz der bisherigen Rückschläge gut. Die klare Spielphilosophie des neuen Trainers und die konsequente Einbindung junger Spieler tragen spürbar zur Aufbruchsstimmung bei.
Der einzige Neuzugang im Winter ist Eduar Musa, er wird mit Thomas Schindler das Torwart Duo bilden. Verletzungsbedingt pausiert aktuell Seljami Morina nach einem Innenbandeinriss und befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung. Hollnsteiner ist zuversichtlich: „Er ist auf einem guten Weg und sollte zum Meisterschaftsstart wieder fit sein.“ So gewinnt der Kader nach und nach an Tiefe, was dem Trainerteam mehr Optionen eröffnet.
Mit elf Punkten aus 13 Runden steht der SV Leiben in der unteren Tabellenhälfte, fest verankert auf Platz zehn. Die jüngsten Spiele zeigten unterschiedliche Gesichter: Auf deutliche Niederlagen folgten torreiche Remis – und zuletzt ein klarer 3:0-Auswärtssieg, der zusätzlich Zuversicht gibt.
Hollnsteiner sieht den eingeschlagenen Kurs bestätigt: „Wir sind guter Dinge, dass uns der Weg mit vielen eigenen Jugendspielern nach vorne bringt.“ In Leiben richtet sich der Blick konsequent auf die eigene Entwicklung – mit Disziplin, Einsatz und der Überzeugung, dass der frische Wind bald Früchte tragen wird.